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Vielfältige Wohnformen

Die vielfältigen Möglichkeiten für ein Wohnen im Alter auch bei zunehmendem Hilfebedarf bringen vielfach Fragen mit sich. Die folgenden, zum Teil staatlich geförderten Beratungsstellen unterstützen Sie dabei, die für Sie passende Wohnform zu finden.

Koordinationsstelle Wohnen im Alter

Die Bayerische Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“ hat sich sehr erfolgreich als Ansprechpartnerin für Kommunen, Investoren sowie Bürgerinnen und Bürger in Bayern etabliert. Die Koordinationsstelle ist Anlaufstelle für die Themenbereiche „Wohnen zu Hause“ und „alternative ambulante Wohnkonzepte“ (z. B. Nachbarschaftshilfen, Seniorengenossenschaften, Quartierskonzepte, Seniorenwohngemeinschaften, Seniorenhausgemeinschaften, generationenübergreifendes Wohnen).

Logo: Koordinationsstelle Wohnen im Alter – Konzepte, Initiativen und Visionen

Bei der Koordinationsstelle finden Sie alles zum Thema „Wohnen im Alter“ in Bayern: Beratung, Informationen, Meinungen, Trends, Chancen, Ideen und interessante Projekte.

Zur Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“

Veranstaltung 10 Jahre Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“

Die meisten Menschen möchten ihr Leben im Alter auch bei Unterstützungsbedarf selbstständig gestalten. Damit das kein Traum bleibt, hat das Bayerische Sozialministerium vor zehn Jahren die „Koordinationsstelle Wohnen im Alter“ ins Leben gerufen. „Wir wollen ältere Menschen bei ihrem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben im Alter unterstützen. Die Koordinationsstelle ist hier seit zehn Jahren ein verlässlicher und wichtiger Ansprechpartner. Sie ist eine kompetente Anlaufstelle rund um das Thema 'Wohnen im Alter'“, betonte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller anlässlich der Jubiläumsfeier am 04.07.2016 in Würzburg und weiter: „Die Einrichtung einer landesweiten Koordinationsstelle war damals beispiellos und in dieser Form deutschlandweit einzigartig. Heute ist sie mehr denn je gefragt.“

Ein Dankeschön an die Mitarbeiterinnen der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“ (v. l.): Anja Preuß, Ute Werner, Annegret Schefold, Doris Rudolf, Brigitte Herkert, Sabine Wenng.

Foto: StMAS / Jonas Hahn
 

Staatsministerin Emilia Müller: „Wir wollen ältere Menschen bei ihrem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben im Alter unterstützen. Die Koordinationsstelle ist hier seit zehn Jahren ein verlässlicher und wichtiger Ansprechpartner.“

Foto: StMAS / Jonas Hahn

Die Podiumsteilnehmer sowie Moderatoren der Veranstaltung 10 Jahre Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“.

Foto: StMAS / Jonas Hahn

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Hier finden Sie die Pressemitteilung zur Jubiläumsveranstaltung.

Anlässlich der Veranstaltung hatte auch der Film „Ü100 – Wie sieht ein Leben mit hundert Jahren aus?“ der Regisseurin Dagmar Wagner Premiere.

Wohnberatung

Häufig ist eine individuelle Wohnungsanpassung nötig, um das Wohnen zu Hause bei Mobilitätsproblemen und anderen körperlichen Einschränkungen zu erleichtern. Am Anfang steht eine ausführliche Wohnberatung. Sie analysiert die bisherige Wohnsituation und zeigt mögliche Ansatzpunkte (z. B. für barrierearmes oder -freies Wohnen) inklusive einer Finanzierung auf. Auf Wunsch leistet die Wohnberatung Unterstützung bei der Beauftragung von Handwerkern und begleitet die Umbaumaßnahmen.

Aktuell existieren rund 70 Wohnberatungsangebote, die organisatorisch und strukturell sehr unterschiedlich ausgestaltet sind. Die Anschriften der Wohnberatungsangebote in Bayern finden Sie auf der Website der Koordinationsstelle Wohnen im Alter

Weiterführende Informationen sind hier als PDF abrufbar: Eckpunkte „Wohnberatung“ – Von der Idee zum Start.

In Bayern gibt es immer mehr Wohnberatungsstellen.

Unterstützung und Beratung zum Aufbau von Wohnberatung

Wünschenswert ist der bayernweite Ausbau von Angeboten zur Wohnberatung und -anpassung, die an bestehende Strukturen angebunden werden können (wie z. B. Alten- und Service-Zentren, Kommunen, Seniorenbegegnungsstätten usw.). Diese hauptamtlichen „Anlaufstellen“ können beispielsweise mit geschulten, bürgerschaftlich engagierten Wohnberaterinnen und -beratern zusammenarbeiten. Hier finden Sie weitere Informationen zu Schulungsangeboten.

Das Angebot selbst kann auch von jüngeren Menschen wahrgenommen werden, die vor Erwerb eines Wohneigentums die Bedürfnisse der späteren Jahre berücksichtigen möchten.

Die Koordinationsstelle Wohnen im Alter motiviert und unterstützt aktiv potenzielle Träger, Wohnberatungsangebote aufzubauen. Die Koordinationsstelle Wohnen im Alter fördert und unterstützt darüber hinaus die Vernetzung und Kooperation der Wohnberatungsangebote mit der Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer.

Der Aufbau von Wohnberatung kann als sonstiges innovatives Konzept für ein selbstbestimmtes Leben im Alter nach Nr. 2.2 der Förderrichtlinie „Selbstbestimmt Leben im Alter – SeLA“ gefördert werden. Die Höhe der Förderung richtet sich nach dem Umfang der Beratungstätigkeit und beträgt bis zu 40.000 Euro. 

Landesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung

Die Wohnberaterinnen und Wohnberater im Freistaat Bayern arbeiten seit 2001 zusammen. Durch Kooperation, Vernetzung und fachlichen Austausch der Mitglieder untereinander sowie mit anderen Organisationen, Einrichtungen und Behörden ist mit der Landesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung Bayern (LAG Bayern) ein Forum für die Wohnberatung in Bayern entstanden. Die LAG Bayern ist Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung e. V.

Beratungsstelle Barrierefreiheit

Die frühere Beratungsstelle „Barrierefreies Bauen“ der Bayerischen Architektenkammer wurde im Rahmen des Programms „Bayern barrierefrei“ zur „Beratungsstelle Barrierefreiheit“ mit nunmehr landesweit 18 Beratungsstandorten ausgebaut. Zugleich wurde das Beratungsangebot in Kooperation mit der Stiftung Pfennigparade inhaltlich deutlich ausgeweitet.

Die Beratungsstelle Barrierefreiheit bietet kostenlose Erstberatung zur Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen.
 

Themen im Einzelnen u. a.:

  • Barrierefreies Bauen und Wohnen
  • Barrierefreie Information und Kommunikation im digitalen Raum; Leichte Sprache
  • Barrierefreiheit am Arbeitsplatz
  • Barrierefreiheit in Pflege- oder Bildungseinrichtungen
  • Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und im öffentlichen Nahverkehr
  • Barrierefreier Tourismus
  • Barrierefreiheit im Landschafts- und Freizeitraum
  • Barrierefreie Gemeinde (Initialberatung für Kommunen)

Zusätzliche Angebote:

  • Beratung zu Möglichkeiten der finanziellen Förderung
  • Beratung zu sozialen Fragen (z. B. Pflegeunterstützung, Mobilität, Antragstellung zur Finanzierung)
  • Fachvorträge, Schulungen
  • Kooperation mit weiteren (nicht kommerziellen) Beratungsanbietern (z. B. kommunale Behindertenbeauftragte und Wohnberatungsstellen)
  • Mitwirken bei der Erstellung von DIN-Normen, Herausgabe von Planungshilfen
  • … und vieles mehr

Die Beratungstermine werden in folgenden Städten angeboten: Ansbach, Augsburg, Bad Neustadt a. d. Saale, Bad Tölz, Bayreuth, Deggendorf, Ingolstadt, Kempten, Landshut, Lichtenfels, Lindau, München, Nürnberg, Regensburg, Rosenheim, Weiden, Würzburg und Wunsiedel.

Die Beratungsstelle Barrierefreiheit wird vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

LOGO: Bayerische Architektenkammer mit Zusatz Beratungsstelle Barrierefreiheit

Weitere Informationen zur Beratungsstelle Barrierefreiheit finden Sie auf dem Informationsportal der Bayerischen Staatsregierung zur Barrierefreiheit oder direkt auf der Website der Bayerischen Architektenkammer.

Interessante Praxisbeispiele für verschiedene Wohnformen im Alter finden Sie hier in der Rubrik Wohnkonzepte.