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Mit barrierefreien Zugängen erleichtern die Kommunen das Leben vieler Seniorinnen und Senioren.

Kommunen sind gefordert

Die Kommunen als Orte, an denen die älteren Bürgerinnen und Bürger leben, müssen sich den Herausforderungen des demografischen Wandels einer immer älter werdenden Bevölkerung stellen. Dies sind z. B. barrierefreie Zugänge, Teilhabemöglichkeiten, ausreichende Infrastruktur (Geschäfte, ärztliche Versorgung etc.), Unterstützungsmöglichkeiten zu Hause bis etwa hin zu verschiedenen Wohnformen im Alter.

Seniorenpolitische Gesamtkonzepte

Die Landkreise und kreisfreien Städte sind nach Artikel 69 des Gesetzes zur Ausführung der Sozialgesetze (AGSG) verpflichtet, integrative regionale Seniorenpolitische Gesamtkonzepte zu entwickeln, die diese Themen mit abbilden. Das Seniorenpolitische Gesamtkonzept basiert auf einer Bestandsanalyse sowie auf Prognosen, welche Herausforderungen sich für die jeweilige Kommune in Zukunft ergeben werden, um diesen aktiv zu begegnen. Die Seniorenpolitischen Gesamtkonzepte fokussieren die großen Potenziale älterer Menschen und schaffen gleichzeitig passgenaue Unterstützungsstrukturen vor Ort.

Kommunale Seniorenpolitische Gesamtkonzepte sind ein Baustein bei der Umsetzung der Leitlinien bayerischer Seniorenpolitik, wie sie im „Seniorenpolitischen Konzept“ der Staatsregierung enthalten sind.

Modellprogramm „Aktive generationenfreundliche Gemeinde" (Oberpfalz)

Nachdem nahezu alle Landkreise und kreisfreien Städte ein Seniorenpolitisches Gesamtkonzept (SPGK) haben oder derzeit erarbeiten, können nun mit dem Modellprogramm „Aktive generationenfreundliche Gemeinde“ die kreisangehörigen Gemeinden mit bis etwa 10.000 Einwohnern bei der konkreten Umsetzung der SPGK unterstützt werden.

Bei der Umsetzung des SPGK ist auf die Beteiligung der älteren Menschen ein besonderes Augenmerk zu richten. Die Wirksamkeit und der Erfolg eines SPGK hängt entscheidend davon ab, wie es in den kreisangehörigen Gemeinden durch konkrete Maßnahmen mit „Leben erfüllt“ wird. Da in der Oberpfalz viele Gemeinden vom demografischen Wandel in besonderem Maß betroffen sind, soll das Programm modellhaft in der Oberpfalz erprobt werden.

Im Rahmen des Modellprogramms soll ein verändertes Leitbild verankert und eine „soziale Bewegung" für eine aktive Rolle älterer Menschen in der Gesellschaft beispielsweise mit folgenden Maßnahmen in Gang gesetzt werden: Durchführung von Zukunftswerkstätten, Einrichtung „Runder Tische Seniorenarbeit“, Durchführung regionaler Innovationswettbewerbe, Netzwerkarbeit und Informationsaustausch regionaler Akteure, Moderations- und Coachingmaßnahmen zur Bürgerbeteiligung.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich:

  • Ihr Antrag (siehe unten) enthält ein kurzes Konzept sowie einen Kosten- und Finanzierungsplan getrennt nach Haushaltsjahren. Das Konzept von maximal zwei Seiten stellt die geplanten Maßnahmen, die vorgesehene Personalausstattung und die verfolgten Ziele dar.
  • Sie können sich bis zum 15. November 2018 bewerben (Bewerbungsfrist).
  • Sie sollten am 1. Januar 2019 mit der Umsetzung starten (ansonsten bitte Kontakt mit dem Institut AfA aufnehmen).

Das Modellprogramm wird wissenschaftlich begleitet. Das Institut AfA - Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung berät und unterstützt Sie bereits für Fragen zur Antragstellung und auch während der Modellphase (Tel.: 089/89623045,
E-Mail: info@afa-sozialplanung.de).

Antragsformular.

Evaluation der Seniorenpolitischen Gesamtkonzepte

In Bayern wurde vor 10 Jahren mit der gesetzlichen Verankerung der Seniorenpolitischen Gesamtkonzepte (SPGK) der Startschuss für eine neue und zeitgemäße kommunale Seniorenpolitik gegeben. Seniorenpolitische Gesamtkonzepte bilden dabei den planerischen Rahmen für passgenaue regionale Unterstützungsstrukturen. Die vorliegende Arbeitshilfe ist das Ergebnis der Evaluation der SPGK, die vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) durchgeführt wurde. Sie fasst die Erfahrungen und Ergebnisse bei der Erstellung und Umsetzung der SPGK zusammen und gibt darüber hinaus Handlungsempfehlungen für mögliche Weiterentwicklungen. Sie ist ein wertvolles Instrument, um auf lokaler Ebene Ideen, Beispiele und Anleitungen für die Seniorenarbeit zu gewinnen.

Zur Arbeitshilfe mit praktischen Erfahrungen und Beispielen zum Thema Seniorenpolitische Gesamtkonzepte.

Die Ergebnisse der Evaluation wurden auch im Rahmen einer Fachtagung „Bayerische Kommunen gestalten den demografischen Wandel“ am 05.04.2017 in Nürnberg vorgestellt.

Zur Präsentation von Ursula Kremer-Preiß vom Kuratorium Deutsche Altershilfe.

Umsetzung der Seniorenpolitischen Gesamtkonzepte – Austausch

Mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren für Seniorenarbeit der Landkreise und kreisfreien Städte sowie mit den Demografiebeauftragten der Regierungen als regionale Multiplikatoren finden regelmäßig Dienstbesprechungen statt.

Ziel dieser Besprechungen ist es, die kreisangehörigen Kommunen bei der Umsetzung der Seniorenpolitischen Gesamtkonzepte zu unterstützen und den Wunsch der Koordinatorinnen und Koordinatoren nach Austausch aufzugreifen.

Präsentationen aus der Besprechung vom 26.07.2017

Präsentationen aus den Besprechungen vom 23.11. und 24.11.2016

Präsentationen aus den Besprechungen vom 09.03. und 10.03.2016

Präsentationen aus den Besprechungen vom 24.02. und 25.02.2015

Präsentationen aus den Besprechungen vom 29./30. April 2014