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Gewalt an Männern

Bereitstellung und Förderung von Beratungsangeboten

Die Studie zur Bedarfsermittlung zum Hilfesystem für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder in Bayern (Februar 2016) empfiehlt die Bereitstellung und Förderung von Beratungsangeboten für Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden und regt die Prüfung des Handlungsbedarfs an. Ebenso erkennt die sogenannte Istanbul-Konvention an, dass Frauen in überdurchschnittlich hohem Maße Opfer häuslicher Gewalt sind, jedoch auch Männer davon betroffen sein können. Die kriminalstatistische Auswertung des Bundeskriminalamtes von 2017 im Bereich der Partnerschaftsgewalt weist 18,8 % männliche Opfer partnerschaftlicher Gewalt aus.

Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass Gewalt oftmals Ergebnis komplexer Opfer- und Täterkonstellationen ist. Männer wie Frauen gleichermaßen grundsätzlich als Opfer wie Täter wahrzunehmen und entsprechende Angebote bereitzustellen, entspricht letztlich dem präventiven Auftrag, Gewalt möglichst von Anfang an zu verhindern.

Das Interesse an der Antragstellung für eine modellhafte Förderung im Bereich der Beratung/Prävention sowie des Schutzes für von häuslicher oder sexualisierter Gewalt betroffene Männer in Bayern ist bis spätestens 19. Juli 2019 zu bekunden. Hierfür und für die Zusendung weitergehender Informationen schreiben Sie uns bitte eine E-Mail.

Für Fragen stehen wir Ihnen auch gerne telefonisch unter (089) 1261 1340 zur Verfügung.