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Weiterbildung macht wettbewerbsfähig.

Fähigkeiten sind „Kapital“

In einem rohstoffarmen Land wie Deutschland sind die Menschen und ihre Fähigkeiten unser „Kapital“. Mit diesem „Humankapital“ war Bayern bislang immer gut aufgestellt. Doch nur, wenn wir auch weiterhin anderen Ländern einen Schritt voraus sind, bleiben wir auf Dauer wettbewerbsfähig. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, dem steigenden Fachkräftebedarf und dem Wandel der Arbeitswelt (Digitalisierung, „Arbeitswelt 4.0“).

Berufliche Qualifizierung und kontinuierliche Weiterbildung (Stichwort „lebenslanges Lernen“) tragen zur Wettbewerbsfähigkeit ganz wesentlich bei. Auswirkungen entstehen für

  • unser ganzes Land,
  • jedes einzelne Unternehmen, aber vor allen Dingen auch
  • jeden Einzelnen auf dem Arbeitsmarkt.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat gemeinsam mit Bayerns Arbeitsministerin Kerstin Schreyer, dem Bayerischen Handwerkstag, dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag, der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., dem Deutschen Gewerkschaftsbund Bayern und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit den Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0 unterzeichnet. Bild: StK

Qualifizierung und Weiterbildung sind Topthemen

Qualifizierung und Weiterbildung sind deshalb seit jeher auch Topthemen im Bayerischen Arbeitsministerium. Es fördert Maßnahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung in erheblichem Umfang und setzt damit einen klaren Fokus auf diesen Bereich.

Am 19.06.2018 wurde der „Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0“ unterzeichnet. Im Schulterschluss von Bayerischer Staatsregierung mit den Paktpartnern (Bayerischer Handwerkstag, Bayerischer Industrie- und Handelskammertag, Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Deutscher Gewerkschaftsbund Bayern, Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit) wird die berufliche Weiterbildung mit einem konkreten Maßnahmenbündel gestärkt und eine gemeinsame Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft der Arbeitswelt gegeben. Der Pakt richtet sich gezielt an Beschäftigte und dabei vor allem an Gruppen, die in der Weiterbildung unterrepräsentiert sind. Gerade auch mit Blick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt sollen so weitere Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung geboten werden.

Die Umsetzung des Pakts wird sukzessive erfolgen.

Förderungen des Bayerischen Arbeitsministeriums

Aus Mitteln des bayerischen Arbeitsmarktfonds wurden in den vergangenen 20 Jahren mehr als 115 Mio. Euro in über 550 Projekte zur Qualifizierung und Arbeitsförderung von arbeitslosen oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Personen investiert. Im Jahr 2018 stehen im Arbeitsmarktfonds insgesamt rund 10,1 Mio. Euro zur Verfügung. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Regionen mit überproportional hoher Arbeitslosigkeit.

Im Rahmen des Europäischen Sozialfonds werden Projekte im Bereich der beruflichen Weiterbildung mit bis zu 75 Prozent der zuschussfähigen Gesamtkosten gefördert. Dabei sollen die Arbeitskräfte, Unternehmen und Arbeitgeber bei der Anpassung an den technischen, wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Wandel unterstützt werden. 35,1 Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds stehen im Zeitraum 2014 – 2020 für dieses Ziel zur Verfügung.

Durch Qualifizierungen von Erwerbstätigen wird die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert und der Fachkräftebedarf abgesichert. Die ESF-Förderung deckt eine große Bandbreite von Themen und Bereichen wie beispielsweise Arbeit 4.0, Nachhaltigkeit oder Arbeits- und Vertriebstechniken. Beschäftigte in zahlreichen Branchen, wie z. B. im Gesundheitsbereich oder im Handwerk, profitieren von der Förderung.

Außerdem werden im Zeitraum 2014 – 2020 39 Mio. Euro ESF-Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose und Arbeitslose sowie Personen mit Migrationshintergrund investiert.

Bei diesen Maßnahmen liegt der Schwerpunkt auf der beruflichen Qualifizierung und Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit. Im Rahmen der begleitenden sozialpädagogischen Betreuung, die zur individuellen und persönlichen Stabilisierung beitragen soll, sollen eventuell vorhandene Vermittlungshemmnisse abgebaut werden.

Mit diesen geförderten Maßnahmen, die eine Ergänzung zum Regelinstrumentarium der Arbeitsagenturen und Jobcenter darstellen, soll die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen und benachteiligen Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt gelingen.

Hier finden Sie eine Auflistung der Förderaktionen des Europäischen Sozialfonds.

Seit Ende 2008 gibt es zudem das Programm Bildungsprämie. Mit ihm will die Bundesregierung Erwerbstätige mit wenig Einkommen bei ihrer berufsbezogenen Weiterbildung unterstützen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Förderprogramm Bildungsprämie des BMBF.