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Mehrgenerationenhäuser

Mehrgenerationenhäuser sind wichtige Orte der Begegnung für alle Generationen in rund 90 Städten und Gemeinden Bayerns. Mit einem Netzwerk aus Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen generationenübergreifende Arbeit, freiwilliges Engagement und Sozialraumorientierung bilden die Mehrgenerationenhäuser großfamiliäre und nachbarschaftliche Bildungs- und Unterstützungsstrukturen nach. In ihnen können sich jüngere und ältere Menschen begegnen, austauschen und unterstützen.

Im Koalitionsvertrag konnten wichtige Forderungen zur Zukunftssicherung der Mehrgenerationenhäuser gerade für die Zeit nach dem Auslaufen des „Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus 2017 – 2020“ durchgesetzt werden:

  • Ausbau der Mehrgenerationenhäuser zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und des Ehrenamtes
  • Absicherung und weiterer Ausbau der Mehrgenerationenhäuser zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland, insbesondere im ländlichen Raum
  • Förderung von digitalen Angeboten an Mehrgenerationenhäusern für Menschen jeden Alters zum Erwerb digitaler Kompetenzen in einer modernen Wissensgesellschaft

Landesnetzwerk der bayerischen Mehrgenerationenhäuser

Das Landesnetzwerk der bayerischen Mehrgenerationenhäuser e. V. unterstützt und berät die Mehrgenerationenhäuser in Bayern. Es fördert deren Vernetzung und gibt ihnen eine noch stärkere Stimme.

Zu den weiteren Aufgaben des Landesnetzwerks gehören insbesondere

  • die Vertretung der Interessen der bayerischen Mehrgenerationenhäuser im Bundesnetzwerk
  • die Unterstützung der bayerischen Mehrgenerationenhäuser bei der Umsetzung des Bundesprogramms „Mehrgenerationenhaus 2017 – 2020“ (demografischer Wandel, Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements, Integration, Sozialraumorientierung und Generationenarbeit)
  • die Mitarbeit an der Qualitätsentwicklung der Mehrgenerationenhäuser
  • Qualifizierung und Fortbildung
  • Vernetzung mit anderen Akteuren auf Landes- und Bundesebene

Wanderausstellung

Mit der Ausstellung „Mehrgenerationenhäuser in Bayern“ wird umfassend über die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser in Bayern informiert: Der generationenübergreifende Ansatz in der Arbeit der Mehrgenerationenhäuser wird ebenso wie die verschiedenen Schwerpunktbereiche vorgestellt – von der Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements über Integration bis hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es handelt sich um eine Wanderausstellung. Sie kann bei Interesse gebucht werden.

Betreuungsnetzwerke für alle Generationen

Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben Staatsregierung und bayerische Wirtschaft den „Familienpakt Bayern“ geschlossen. Dazu sind auch flexible Betreuungsangebote notwendig, die zum Beispiel über die normalen Öffnungszeiten von Kindergärten hinausgehen. Hier setzen die „Betreuungsnetzwerke für alle Generationen“ an: Sie sollen ein möglichst nahtloses und gut organisiertes Netzwerk für die gesamte Familie vom Kleinkind bis zu den Seniorinnen und Senioren aufbauen.

Sonderprogramm Integration

Am 09.10.2015 hat der Freistaat Bayern das Sonderprogramm „Zusammenhalt fördern, Integration stärken“ beschlossen. Die Integration der großen Zahl von Flüchtlingen, die längere Zeit oder dauerhaft in Bayern bleiben werden, kann nur gelingen, wenn den Zuwanderinnen und Zuwanderern die nötige Unterstützung angeboten und ihnen der Zugang zu unseren gesellschaftlichen Strukturen ermöglicht wird. Vor diesem Hintergrund fördert das Bayerische Sozialministerium zusätzliche Integrationsmaßnahmen in den bayerischen Mehrgenerationenhäusern.

Generationenmanagement vor Ort soll den demografischen Wandel mitgestalten.

Generationenmanagement vor Ort

Um den Zusammenhalt der Generationen zu unterstützen, fördert das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales die Qualifizierung zum/zur „Generationenmanager/in Bayern“.

„Generationenmanager/innen“ sollen zur Fortentwicklung der generationenübergreifenden Infrastruktur in Bayern beitragen, indem sie kompetent und engagiert den Ausbau generationenübergreifender sozialer Netzwerke unterstützen.

Generationenübergreifend tätige Freiwilligenagenturen

Wenn in Freiwilligenagenturen unterschiedliche Altersgruppen durch gemeinsames, praktisches Handeln gegenseitig voneinander lernen und sich unterstützen, kann durch neue Erfahrungen eine Brücke zwischen den Generationen geschlagen werden. Da sowohl jüngere als auch ältere Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich tätig sind, ist das Bürgerschaftliche Engagement ein guter Ort für neue generationenübergreifende Begegnungen und neue wechselseitige Lernerfahrungen. Jüngere und ältere Menschen gestalten ihr lokales Umfeld mit. So entstehen Begegnungen, die über das Projekt hinaus fortbestehen.

Generationenübergreifendes Lernen

Beim Generationenübergreifenden Lernen kommen jüngere und ältere Menschen zusammen, um voneinander, miteinander und übereinander zu lernen. Es entsteht eine gemeinschaftliche Verantwortung zum Erhalt von Werten, Wissen und Erfahrungen. Gleichzeitig werden damit unterschiedliche Kompetenzen erworben, z. B. digitale Kompetenzen in einer modernen Wissensgesellschaft für Menschen jeden Alters. Dadurch werden wechselseitiges Verständnis und gemeinschaftlicher Zusammenhalt zwischen den Generationen gefördert.