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Das Bild zeigt (v. l.): Steffen Hörtler (Vorsitzender der Landesgruppe Bayern der Sudetendeutschen Landsmannschaft), Staatsministerin Emilia Müller, Bernd Posselt (Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe). Foto: Tino Lex

Emilia Müller wird von Sudetendeutscher Landsmannschaft geehrt

„Heute hier zu sein und diese besondere Auszeichnung der Landesgruppe Bayern der Sudetendeutschen Landsmannschaft zu erhalten, erfüllt mich mit Dankbarkeit und großer Freude“, betonte Staatsministerin Emilia Müller bei den Feierlichkeiten anlässlich der Verleihung der Verdienstmedaille in Gold der Landesgruppe Bayern der Sudentendeutschen Landsmannschaft am 12.11.2017 in Regensburg. Müller lobte die Sudetendeutschen als Vorbilder: „Sie, liebe Sudetendeutsche, haben Ihre Heimat immer im Herzen getragen: Sie haben Ihre Kultur, Ihre Identität, Ihre Traditionen und Ihr Brauchtum weiter gepflegt und bis heute bewahrt. Sie haben aber ebenso stets den Dialog gesucht und Brücken gebaut. Das ist eine großartige Leistung“, führte sie aus.

„Ich freue mich, als Ihre Schirmherrschaftsministerin bei all dem fest an Ihrer Seite zu stehen, ab heute als stolze Trägerin der ‚Verdienstmedaille der Landesgruppe Bayern der Sudetendeutschen Landsmannschaft‘“, schloss sie ihre Dankesrede.

v. l. n. r.: Pfarrer Alfred Kirsch, Armin Fechter und Angelika Fechter (Kulturpreisträger 2017), Christoph Lippert (Bundesgeschäftsführer der Sudetendeutschen Landsmannschaft), Hans Slawik (stellv. Bundesvorsitzender des Deutschen Böhmerwaldbunds), Sozialministerin Emilia Müller, MdL, Prof. Dr. Gerhard Waschler, MdL, Birgit Kern (Bundesvorsitzende des Deutschen Böhmerwaldbunds), Christa Naaß (1. Vizepräsidentin Bezirkstag Mittelfranken, Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rats), ehem. MdL, Ingo Hans (ehem. Bundesvorsitzender des Deutschen Böhmerwaldbunds), Christa Matschl, ehem. MdL, Oberbürgermeister Jürgen Dupper (Patenstadt Passau), Alfred Payer (ehem. stellv. Bundesvorsitzender des Deutschen Böhmerwaldbunds). Foto: Rainer Eckelt

29. Bundestreffen der Böhmerwäldler

„Die Böhmerwäldler haben ein fest verankertes Wertebewusstsein. Sie wissen nur zu gut, wie wichtig ein starkes Bekenntnis zur eigenen Kultur ist. So finden sie auch in schwierigen Zeiten Halt und Orientierung“, betont Bayerns Sozialministerin Emilia Müller anlässlich des Bundestreffens der Böhmerwäldler in Passau. „Aus dem, was sie selbst, was ihre Eltern und Großeltern erlebten und erlitten, erwächst ihre tiefe Verbundenheit zur eigenen Kultur. Sie zeichnet ein unerschütterliches Wissen um den Wert echter Heimatliebe aus, aber auch die Offenheit und Toleranz für Unbekanntes“, so die Schirmherrschaftsministerin. Müller erklärt, dass die Böhmerwäldler aus diesem Geist heraus seit jeher für die Schaffung eines geeinten Europas eintreten. Sie machen sich stark für ein Europa, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können.

Die Ministerin verweist auf Orte wie das Böhmerwaldmuseum in Passau. Dieses macht durch Objekte Geschichte und Kultur deutlich und begreifbar. Sie fügt hinzu: „Heimattage wie das Böhmerwaldtreffen setzen Zeichen. Sie überzeugen durch die vielen Menschen, die von echter Heimatliebe erfüllt sind und zugleich auf der Basis ihrer Werte Brücken zu anderen bauen.“ Die Böhmerwälder sind Vorbilder für den ehrenamtlichen Einsatz für ein harmonisches Miteinander.

68. Sudetendeutscher Tag in Augsburg

„'Verständigung suchen – Europas Mitte gestalten' – mit diesem Motto setzen die Sudetendeutschen ein vortreffliches Zeichen“, erklärte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller im Hinblick auf den 68. Sudetendeutschen Tag in Augsburg. Müller: „Europa braucht die länderübergreifende Verständigung und den engen Zusammenhalt. Nur gemeinsam können wir die aktuellen Herausforderungen bewältigen.“ Die Ministerin dankte den Sudetendeutschen und allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für Europa einsetzen und sich gegen Rassismus und Extremismus stark machen.

„Die Sudetendeutschen sind von tiefer Heimatverbundenheit und starkem Kulturbewusstsein geprägt. Getragen von diesem Wertekompass treten sie für den Dialog in der Mitte Europas ein“, hob Müller anerkennend hervor. Sie bekräftigte, dass dies der richtige Weg sei. Das friedliche Miteinander könne nur gelingen, wenn man sich mit dem auseinandersetzt, was in der Vergangenheit geschehen ist. „Geschichtsbewusstsein gibt Orientierung für die Zukunft. Toleranz und Offenheit für andere setzen voraus, dass man selber weiß, wer man ist, woher man kommt und was die eigene Identität bestimmt“, so die Ministerin.

Müller betonte, wie wichtig es sei, dass wir uns alle auf unsere Leitkultur besinnen. „Wir müssen uns immer vor Augen halten, was unser Land und Europa zusammenhält und stark macht. Europa ist mehr als eine Wirtschaftsunion. Europa ist eine Wertegemeinschaft. Deshalb gilt: Jeder, der zu uns kommt, muss die grundlegenden, nicht verhandelbaren Werte unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens kennen und beachten. Nur wer dies respektiert, kann sich wirklich integrieren und dauerhaft mit uns leben.“

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Pressemitteilung: 68. Sudetendeutscher Tag

Rede von Sozialministerin Emilia Müller am 68. Sudetendeutschen Tag in Augsburg

Frau Sozialministerin Emilia Müller besucht den Stand des Sudetendeutschen Museums am 68. Sudetendeutschen Tag in Augsburg – v. l. n. r.: Emily Wiebe (Planungsteam – Sudetendeutsches Museum), Eva Haupt (Planungsteam – Sudetendeutsches Museum), Dr. Raimund Paleczek (Planungsteam – Sudetendeutsches Museum), Frau Sozialministerin Emilia Müller, Dr. Michael Henker (Leiter des Planungsteams – Sudetendeutsches Museum), Dr. Ortfried Kotzian (Vorstandsvorsitzender der Sudetendeutschen Stiftung).

Frau Sozialministerin Emilia Müller (4. v. l.) mit OB Kurt Gribl (1. v. l.) beim Rundgang durch die Hallen am 68. Sudetendeutschen Tag in Augsburg.

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Staatssekretär Hintersberger besucht deutsche Minderheit

Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger besuchte vom 10. bis 12.05.2017 die deutsche Minderheit im Banat und in Siebenbürgen. Die Reise diente der Erweiterung und Festigung der traditionell lebendigen Beziehungen der Bayerischen Staatsregierung zu den in Bayern und in ihren Herkunftsgebieten lebenden Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen.

Sie ist auch ein Ausdruck der Wertschätzung der Integrations- und Leistungsbereitschaft der Deutschen aus Rumänien in Deutschland und dokumentiert diese in der rumänischen Öffentlichkeit.

Bei seinen Gesprächen unterstrich der Staatssekretär: „Die deutsche Sprache ist in der schulischen und beruflichen Ausbildung von ganz besonderer Bedeutung: Sie ist eine zentrale Stütze für die gute wirtschaftliche Zusammenarbeit. Sie ist außerdem auch eine maßgebliche Säule für den Erhalt der Identität der deutschen Minderheit.“

Hintersberger nahm erfreut zur Kenntnis, dass Rumänien künftig verstärkt auf das duale Ausbildungssystem setzen will. „Bayern hat mit dem dualen Ausbildungssystem hervorragende Erfahrungen gemacht. Dies ist ein Erfolgsrezept. Die Jugendlichen erhalten bessere Chancen für ihre Zukunft. Die Unternehmen können von der dualen Ausbildung nur profitieren.“

Der Staatssekretär wurde von Frau Herta Daniel, der Bundesvorsitzenden der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, und Herrn Peter-Dietmar Leber, dem Bundesvorsitzenden der Banater Schwaben in Deutschland, begleitet, ein sichtbarer Beleg des engen Miteinanders zwischen den in Deutschland lebenden Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen sowie der deutschen Minderheit in Rumänien. Die Siebenbürger und Banater sind echte Brückenbauer im geeinten Europa.

Im Banat in Temeswar führte Hintersberger ein ausführliches Gespräch mit den Vertretern der deutschen Minderheit, organisiert im „Demokratischen Forum der Deutschen im Banat“, er besichtigte das Seniorenheim der deutschen Minderheit, das Begegnungszentrum „Adam Müller Guttenbrunn“ und die dortige Dauerausstellung zur Geschichte der Banater Schwaben. Am Denkmal für die Russlanddeportierten legte er als erster Vertreter der Bayerischen Staatsregierung einen Kranz nieder.

In Hermannstadt in Siebenbürgen traf er zu einem Informationsgespräch und Erfahrungsaustausch Vertreterinnen und Vertreter des „Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen“ und auch Frau Oberbürgermeisterin Astrid Fodor von der deutschen Minderheit.

Weitere Gespräche in Hermannstadt führte er mit den Verantwortlichen des „After-School-Projekts“ der Bayerischen Rumänienhilfe sowie im Seniorenheim und im Hospiz der deutschen Minderheit. Mit Unterstützung durch die Aktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks wurde dort auch das erste Kinderhospiz Rumäniens eröffnet.

Herr Staatssekretär Johannes Hintersberger bei der Begrüßung am Sitz des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat (DFDB) durch Herrn Abgeordneten Ovidiu Gant.

Rundgang durch das Begegnungszentrum „Adam Müller Guttenbrunn“, Sitz des DFDB – v. l. n. r.: Herr Peter-Dietmar Leber, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Frau Ute Moisuc, Geschäftsführerin DFDB, Frau Herta Daniel, Bundesvorsitzende des Verbands der Siebenbürger Sachsen, Herr Staatssekretär Johannes Hintersberger, Herr Helmut Weinschrott, Direktor des Altenheims der deutschen Minderheit.

Herr Staatssekretär Johannes Hintersberger im Gespräch mit einem Bewohner des Altenheims.

Besichtigung des römisch-katholischen Doms in Temeswar – v. l. n. r.: Herr Peter-Dietmar Leber, Herr Staatssekretär Johannes Hintersberger, Herr Bischof Martin Roos, Frau Herta Daniel, Herr Rolf Maruhn, Konsul der BRD in Temeswar.

Herr Staatssekretär Johannes Hintersberger bei der Kranzniederlegung am Denkmal für die Russlanddeportierten.

Kranzniederlegung am Denkmal für die Russlanddeportierten – v. l. n. r.: Herr Ignaz Bernhard Fischer, Vorsitzender des Vereins der ehemaligen Russlanddeportierten, Herr Staatssekretär Johannes Hintersberger, Herr Helmut Weinschrott, Herr Abgeordneter Ovidiu Gant, Frau Ute Moisuc, Herr Konsul Rolf Maruhn, Frau Herta Daniel, Frau Dagmar Siclovan, stellv. Vorsitzende DFDB, Herr Peter-Dietmar Leber.

Besichtigung der Wallfahrtskirche „Maria Radna“ – v. l. n. r.: Herr Peter-Dietmar Leber, Herr Staatssekretär Johannes Hintersberger, Herr Pfarrer Andreas Reinholz, Frau Herta Daniel.

Gespräch mit der Oberbürgermeisterin von Hermannstadt Frau Astrid Fodor – v. l. n. r.: Frau Herta Daniel, Frau Oberbürgermeisterin Astrid Fodor, Herr Staatssekretär Johannes Hintersberger, Herr Peter-Dietmar Leber, Frau Judith Urban, Konsulin der BRD in Hermannstadt.

Forum Siebenbürgen - v. l. n. r.: Herr Winfried Ziegler, stellv. Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen, Herr Peter-Dietmar Leber, Frau Judith Urban, Frau Herta Daniel, Herr Staatssekretär Johannes Hintersberger, Herr Martin Bottesch, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen.

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Sozialministerin Emilia Müller mit Vertretern des bayerischen Vertriebenenbeirats – v. l. n. r. Ewald Oster (LM der Deutschen aus Russland), Alexandra Kournioti (LAG Freie Wohlfahrtspflege), Bernhard Fackelmann (LM der Banater Schwaben), Christian Singer (Bayerisches Innenministerium), Josef Zellmeier, MdL (Karpatendeutsche Landsmannschaft), Dr. Wolfgang Freytag (Bayerisches Sozialministerium), Emilia Müller (Staatsministerin), Steffen Hörtler (Sudetendeutsche Landsmannschaft), Christian Knauer (Vorsitzender des Beirats, BdV-Landesvorsitzender), Ernst Schroeder (Pommersche LM), Robert Pötzsch (1. Bürgermeister Waldkraiburg), Brigitte Steinert (Haus des Deutschen Ostens), Christian Schoppik (Bayerische Staatskanzlei), Herta Daniel (Verband der Siebenbürger Sachsen), Dr. Sebastian Sparwasser (BdV-Landesgeschäftsführer), Christian Kuznik (LM Schlesien).

Vertriebenenbeirat für vier Jahre neu konstituiert

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller hat heute den für vier Jahre neu konstituierten bayerischen Vertriebenenbeirat im Sozialministerium empfangen. Müller betonte: „Der Vertriebenenbeirat ist für uns ein wichtiger Partner. Wir wollen wissen, was den deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern am Herzen liegt. Hier hat uns der Vertriebenenbeirat bisher stets hervorragend beraten.“ Die Ministerin dankte den Beiratsmitgliedern für ihre Bereitschaft mitzuwirken: „Dieses Gremium ermöglicht den direkten Dialog zwischen allen Beteiligten. So sind und bleiben die Anliegen der Heimatvertriebenen und Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler fest und dauerhaft im Blick.“

Müller betonte, dass Vertriebenenpolitik höchst aktuell und zukunftsweisend ist. Sie ist Kulturpolitik, Sozialpolitik und Integrationspolitik in einem. „Eine besondere Aufgabe und Herausforderung ist es, Kultur, Schicksal und Geschichte der deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler lebendig im Bewusstsein der Gesellschaft zu halten. Bayern stellt sich dieser Herausforderung.“ Die Ministerin verwies dabei auf das Haus des Deutschen Ostens, das für alle Heimatvertriebenen und Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler ein wichtiges Begegnungs-, Förder- und Kulturzentrum ist. Mit Blick auf die Schirmherrschaft Bayerns über seinen 4. Stamm, die Sudetendeutschen, nannte Müller auch die Errichtung des Sudetendeutschen Museums in München als Leuchtturmprojekt der Bayerischen Kulturpolitik.

Dem Vorsitzenden des Beirats, Christian Knauer, dankte Müller für seine hervorragende Arbeit im Vertriebenenbeirat wie auch als Vorsitzender des Landesverbands Bayern des Bundes der Vertriebenen. „Die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler brauchen einen starken Dachverband, der diese Schicksalsgemeinschaft zusammenhält und zusammenführt“, so die Ministerin abschließend.

Der Beirat für Vertriebenen- und Spätaussiedlerfragen ist ein beratendes Gremium der Bayerischen Staatsregierung. Ihm gehören Vertreter der Landsmannschaften, der kommunalen Spitzenverbände, der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der Bayerischen Staatskanzlei und des Sozial- und des Innenministeriums an.

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Pressemitteilung: Vertriebenenrat für vier Jahre neu konstituiert

20. Jahrestag der deutsch-tschechischen Erklärung – v. l. n. r.: Bundesminister Christian Schmidt, Staatsministerin Emilia Müller, Premierminister Bohuslav Sobotka, Dr. Libor Rouček.

20. Jahrestag der deutsch-tschechischen Erklärung

Der tschechische Premierminister Bohuslav Sobotka empfing Staatsministerin Emilia Müller, MdL, anlässlich des 20. Jahrestags der deutsch-tschechischen Erklärung im Palais Lichtenstein in Prag. Im Mittelpunkt des Gesprächs, an dem auch die beiden Vorsitzenden des deutsch-tschechischen Gesprächsforums, Bundesminister Christian Schmidt, MdB, und Dr. Libor Rouček, MdEP a.D., teilnahmen, standen die Entwicklung der Zusammenarbeit und des Miteinanders beider Länder. Der gute Dialog hat vor allem in den letzten Jahren durch die gegenseitigen Besuche der Ministerpräsidenten eine sehr erfreuliche Intensivierung erfahren. Frau Staatsministerin Müller betonte insbesondere die Errichtung einer eigenen bayerischen Repräsentanz in Prag, die gemeinsame bayerisch-tschechische Landesausstellung, die engen Kontakte der Arbeitsagenturen, die vielfältigen wirtschaftlichen Verbindungen und die große Anzahl von grenzüberschreitenden Projekten. Auf diese Weise lernen sich die Menschen diesseits und jenseits der Grenzen besser kennen, besser verstehen und kommen auch auf dem Weg der Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte weiter voran. Thematisiert wurde zudem die Situation der Verkehrswege, die Bayern und Tschechien verbinden. Gute infrastrukturelle Verbindungen sind eine wichtige Voraussetzung für den Austausch zwischen beiden Ländern. Staatsministerin Müller nahm außerdem an der Jubiläumskonferenz des deutsch-tschechischen Gesprächsforums teil und erörterte im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Rita Süssmuth (ehemalige Bundestagspräsidentin), Josef Zieleniec (ehemaliger tschechischer Außenminister) und Alexandr Vondra (ehemaliger tschechischer Vizepremier und Leiter des Zentrums für transatlantische Beziehungen) die Entwicklung der länderübergreifenden Beziehungen seit der Unterzeichnung der deutsch-tschechischen Erklärung am 21.01.1997.

Gedenkveranstaltung „Vertrieben – angekommen – aufgebaut“

Mit der Gedenkveranstaltung „Vertrieben – angekommen – aufgebaut“ erinnerte die Sudetendeutsche Landsmannschaft am 22.10.2016 in Wiesau an die Ankunft von Zigtausend Vertriebenen vor 70 Jahren, die in Wiesau über die Grenze nach Bayern kamen. Frau Staatsministerin Emilia Müller betonte in ihrer Festansprache: „Vertrieben und ihrer Heimat beraubt, kamen die Sudetendeutschen nach entsetzlichen Leiden hier in Wiesau an. Sie hatten alles verloren, was sie besaßen. Sie hatten nichts und wussten nicht, wie es weitergehen wird – nur eines wussten sie: Hier in Wiesau war dieser schreckliche Weg des Leidens zu Ende. Hier in Wiesau endete Verfolgung, Gewalt und Willkür. Hier in Wiesau öffnete sich für sie die Tür zu einem neuen Anfang, zu einem Leben in Frieden und Freiheit.“ Wiesau steht ebenso wie Furth im Wald und andere Orte, in denen die vertriebenen Deutschen damals ankamen, für neue Hoffnung. Diese Orte sind zugleich beispielhaft auch für die großartige Integrationsleistung. „Was damals gelang, wird heute zu Recht als Integrationswunder bezeichnet. Dazu haben alle beigetragen. Die Einheimischen ebenso wie die deutschen Heimatvertriebenen“, betonte Staatsministerin Müller und fuhr fort: „Integration gelingt nur, wenn der Wille zur Integration da ist: Die Sudetendeutschen haben sich damals für den Aufbau unseres Landes eingesetzt. Sie haben ihr Know-how eingebracht und engagiert mit angepackt. So wurden sie zu geschätzten und anerkannten Mitbürgerinnen und Mitbürgern.“ Grundlage für diese erfolgreiche Geschichte war unser Grundgesetz, zu dem sich alle – auch die deutschen Heimatvertriebenen - uneingeschränkt bekannten. Staatsministerin Müller: „1949 wurden in unserem Grundgesetz die Grundwerte von Freiheit und Demokratie festgeschrieben. Das Grundgesetz hat den gemeinschaftlichen Geist geprägt, zu dem sich die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland bekannten – gleich ob sie Vertriebene oder Einheimische waren. Hieraus erwuchs die Gemeinschaft und hieran orientiert sich das Handeln aller, damals wie heute.“

Gedenkveranstaltung „Vertrieben – angekommen – aufgebaut“ – v. l. n. r.: Josef Zellmeier, MdL; Steffen Hörtler, Landesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft; Staatsministerin Emilia Müller; Toni Dutz, Erster Bürgermeister von Wiesau; Gabor Tordai-Lejko, Generalkonsul von Ungarn; Dr. Alfred Scheidler, stellvertretender Landrat, Landkreis Tirschenreuth; Tobias Reiß, MdL. Foto: Herbert Fischer

Gedenkveranstaltung „Vertrieben – angekommen – aufgebaut“ – v. l. n. r.: Gabor Tordai-Lejko, Generalkonsul von Ungarn, Toni Dutz, Erster Bürgermeister von Wiesau, Josef Zellmeier, MdL, Staatsministerin Emilia Müller, Steffen Hörtler, Landesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Gäste der Gedenkveranstaltung „Vertrieben – angekommen – aufgebaut“.

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Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung – erste Reihe v. l. n. r.: Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Staatsministerin Emilia Müller, der griechisch-orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis (München), Dr. Hans-Jürgen Fahn MdL, Volkmar Halbleib, MdL, Christine Kamm, MdL, Dagmar Wöhrl, MdB und Karl Freller, MdL. Foto: Anton Heinrich/Sudetendeutsche Zeitung.

Sozialministerin Emilia Müller setzt sich für Vertriebene ein

„Der Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung ruft uns die Bilder vom schrecklichen Leid der Vertriebenen in ganz besonderem Maße ins Bewusstsein. Was Vertriebene erdulden müssen, ist furchtbar. Willkür und Menschenverachtung der Vertreiber verurteile ich auf das Schärfste. Das gilt für aktuelle Vertreibungen und das gilt ebenso für die Vertreibungen in früheren Jahren, nicht zuletzt für diejenigen am Ende des Zweiten Weltkriegs“, betonte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller anlässlich des Gedenktags für die Opfer von Flucht und Vertreibung.

„Am Gedenktag geht es nicht darum, Geschehnisse und Ursachen von Vertreibungen in der Gegenwart und in den vergangenen Jahren zu vergleichen oder gleichzusetzen. Damit wird man niemandem gerecht. Am Gedenktag geht es darum, sich in Erinnerung an die Opfer das entsetzliche Leid vor Augen zu halten, das Vertreibung für die Opfer bringt. Vertreibung ist Unrecht. Vertreibung müssen wir ächten. Vertreibung müssen wir nach Kräften verhindern“, so Müller.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs haben Millionen Deutsche das schlimme Schicksal von Vertreibung durchleiden müssen. Die Ministerin erklärte: „Diese Millionen Deutsche wissen, was es heißt, Vertriebene zu sein, sich fern der Heimat integrieren zu müssen und eine neue Existenz aufzubauen. Mit großartigem Engagement haben sich diese Menschen gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung in und für Bayern eingebracht. Auch daran denken wir bei einem Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung. Heute sind diese Menschen wichtige Brückenbauer für ein friedliches Europa. Sie setzen sich mit Entschiedenheit für Freiheit, Frieden und Menschenrechte ein. Für diese Grundwerte müssen wir alle eintreten - das ist ein Appell, der vom Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung ausgeht.“

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller legte in Vertretung von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer am Sonntag, den 26.06.2016, um 15.00 Uhr, in Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung am Zentralen Denkmal „Flucht und Vertreibung“ am Hallplatz, 90402 Nürnberg, einen Kranz nieder.

Das Bild zeigt v. l. n. r.: Volksgruppensprecher Bernd Posselt, Münchens Zweiter Bürgermeister Josef Schmid, David Macek vom Regionalparlament Südmähren, Brünns Oberbürgermeister Petr Vokral, Bayerns SL-Landesobmann Steffen Hörtler, Staatssekretär Johannes Hintersberger, Peter Barton, Leiter des Sudetendeutschen Büros in Prag, BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius, MdB, verdeckt Jaroslav Ostrcilík, Hauptorganisator des Brünner Versöhnungsjahres 2015, Reinfried Vogler, Präsident der Sudetendeutschen Bundesversammlung und Stellvertretender Landschaftsbetreuer von Südmähren, Petr Kalousek, Stadtrat von Brünn-Mitte, Matej Hollán, Stellvertretender Oberbürgermeister von Brünn, Katerina Tucková, Brünner Autorin des Buchs „Die Vertreibung der Gerta Schnirch“, und Dr. Mojmír Jerabek, Beauftragter für Internationale Beziehungen der Stadt Brünn. Foto: Nadira Hurnaus/Sudetendeutsche Zeitung.

Staatssekretär Hintersberger besucht Sudetendeutschen Haus

„Der Dialog des guten Miteinanders zwischen Sudetendeutschen und Tschechen ist wieder einen wichtigen Schritt vorangekommen“, betonte Staatssekretär Hintersberger (6. v. l.) anlässlich des Besuchs des Oberbürgermeisters der Stadt Brünn, Petr Vokrál (4. v. l.), am Freitag, dem 17.06.2016, im Sudetendeutschen Haus. „Petr Vokrál hat in Brünn Großartiges für die friedliche Verständigung und Aufarbeitung der schwierigen Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte geleistet.“ Mit diesen Worten dankte Hintersberger dem Oberbürgermeister sowie der Stadt Brünn, die vor dem Hintergrund des 70. Jahrestags des Brünner Todesmarsches das Jahr 2015 zum Jahr der Versöhnung ausgerufen und ein vielfältiges Jahresprogramm organisiert hatten. Einer der Höhepunkte war der sogenannte Lebensmarsch, bei dem Tschechen und Sudetendeutsche zusammen den damaligen Weg der vertriebenen Sudetendeutschen in umgekehrter Richtung gingen. „Im letzten Jahr hat der tschechische Vizepremierminister Pavel Belobradek das Sudetendeutsche Haus besucht und jetzt war der Brünner Oberbürgermeister dort zu Gast. Solche Besuche sind mehr als nur Gesten – solche Besuche sind Meilensteine für ein zukunftsorientiertes Miteinander unter Berücksichtigung der gemeinsamen Geschichte“, so Hintersberger abschließend.

Gespräch von Sozialministerin Emilia Müller mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sudetendeutschen Stiftung Dr. Ortfried Kotzian am 15. Juni 2016.

Sozialministerin trifft Vorstand der Sudetendeutschen Stiftung

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller traf heute mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sudetendeutschen Stiftung Dr. Ortfried Kotzian zu einem Meinungsaustausch zusammen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen das vielfältige Wirken der Sudetendeutschen Stiftung zur Pflege der sudetendeutschen Kultur sowie die zentrale Bedeutung des Sudetendeutschen Hauses in München als Treffpunkt und Begegnungsstätte für die Sudetendeutsche Volksgruppe. Die Ministerin lobte das Engagement der Stiftung: „Die Sudetendeutsche Stiftung macht das Sudetendeutsche Haus durch ihr unermüdliches Wirken zu einer lebendigen Heimstätte, in die Sudetendeutsche aus der ganzen Welt gerne kommen.“ Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war das Sudetendeutsche Museum, das der Freistaat Bayern für seinen 4. Stamm unmittelbar angrenzend an das Sudetendeutsche Haus errichtet. Die Sudetendeutsche Stiftung wird das Museum künftig betreiben und betreut die inhaltliche Gestaltung und Planung. Beide Gesprächspartner bekräftigten, dass das Sudetendeutsche Museum zusammen mit dem Sudetendeutschen Haus auch den Dialog über Geschichte, Schicksal und Kultur der Sudetendeutschen wesentlich verstärkt und dazu beiträgt, dieses wichtige Thema lebendig im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu halten.

Böhmen-Reise

27.04.2016. Reichenberg, Gablonz, Neudek und Eger waren die Stationen der Böhmen-Reise von Sozialstaatssekretär Hintersberger, auf der er vom Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt, begleitet wurde. Themen des Gesprächs mit dem Reichenberger Oberbürgermeister Tibor Batthyány waren die von Sudetendeutschen geprägte Geschichte Reichenbergs, die Bedeutung grenzüberschreitender Partnerschaften wie die von Augsburg und Reichenberg sowie die Einbeziehung der Jugend in das grenzüberschreitende Miteinander. „Die deutsche Minderheit ist ein wichtiger Partner im Dialog zwischen Bayern und Tschechien“, betonte Staatssekretär Hintersberger bei seinen Besuchen im Begegnungszentrum in Reichenberg und in der Galerie „Verständnis“ in Gablonz. In Neudek gedachte Staatssekretär Hintersberger der Opfer von Flucht und Vertreibung und dankte Anita Donderer und Herbert Götz für ihr Engagement für die Renovierung des Neudeker Kreuzwegs. Im Balthasar-Neumann-Haus in Eger hob Hintersberger besonders die Brückenfunktion der heimatvertriebenen Egerländer und der deutschen Minderheit im Egerland hervor.

Tibor Batthyány, Oberbürgermeister von Reichenberg und Staatssekretär Johannes Hintersberger.

Staatssekretär Johannes Hintersberger im Begegnungszentrum der Deutschen Minderheit in Reichenberg – v. l. n. r.: Erich Scholz, Monika Spálenská, Staatssekretär Johannes Hintersberger, Krista Blaževičová, Bernd Posselt, Hans-Georg Pieke, Urd Rothe-Seeliger, Véra Straková.

Staatssekretär Johannes Hintersberger besucht die „Galerie Verständnis“ in Gablonz-Reinowitz –  v. l. n. r. Bernd Posselt, Petra Laurinová , Staatssekretär Johannes Hintersberger.

Staatssekretär Johannes Hintersberger im Gespräch mit der deutschen Minderheit, dem Neudeker Heimatkreis „Glück auf“ und dem Oberbürgermeister von Neudek, v. l. n. r. Herbert Götz, Berta Ruzicka, Anita Donderer, Staatssekretär Johannes Hintersberger, Oberbürgermeister Lubomir Vitek.

Das bayerisch-tschechische Kulturabkommen als gute Grundlage für eine Intensivierung der kulturellen Kooperationen.

Staatssekretär Johannes Hintersberger besucht das Balthasar-Neumann-Haus in Eger.

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Sudetendeutscher Tag in Nürnberg

14.05.2016. Dialog verpflichtet – dieses Motto des 67. Sudetendeutschen Tags leben die Sudetendeutschen. „Sie sind wahre Brückenbauer im europäischen Geist“, betonte Staatsministerin Müller anlässlich der Eröffnung des 67. Sudetendeutschen Tags. „Bayern und Böhmen verbindet eine jahrhundertelange, äußerst erfolgreiche gemeinsame Geschichte.“ Sozialministerin Müller äußerte sich sehr erfreut über die Vielzahl von Kooperationen und gemeinsamen Projekten, die es zwischen Bayern und Tschechien gibt und die vielfach von Sudetendeutschen initiiert werden: „Das Miteinander braucht die Menschen, die aufeinander zugehen, miteinander reden und gemeinsam handeln.“ Ein Leitprojekt der Zusammenarbeit beider Länder ist die erste bayerisch-tschechische Landesausstellung 2016/2017 zum böhmisch-deutschen Kaiser Karl IV., die in Prag und Nürnberg gezeigt wird. Staatsministerin Müller verwies auf die vielfältige kulturelle Bereicherung Bayerns durch die Sudetendeutschen und ihre großartige Aufbauleistung in der Nachkriegszeit, obwohl sie von Flucht und Vertreibung und dem Verlust der Heimat gezeichnet waren.

Ansprache von Staatsministerin Emilia Müller beim Sudetendeutschen Tag 2016 in Nürnberg.

Frau Staatsministerin Emilia Müller beim Rundgang durch die Hallen am 67. Sudetendeutschen Tag in Nürnberg.

Frau Staatsministerin Emilia Müller besucht den Stand des Sudetendeutschen Museums beim 67. Sudetendeutschen Tag in Nürnberg – v. l. n. r. Dr. Raimund Paleczek, Dr. Michael Henker (Präsident des internationalen Museumsrats Deutschland-ICOM); Fürst Hans Adam II von und zu Lichtenstein (Träger des Europäischen Karls-Preises der Sudt. Landsmannschaft 2016, Steffen Hörtler (Landesvorsitzender der Sudt. Landsmannschaft), Bernd Posselt (Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe).

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