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Scharf: „Wir lassen Betroffene von Terror und Anschlägen nicht allein“
Kerstin Wimmer löst Kerstin Altenbeck als Zentrale Ansprechpartnerin ab
Die Bayerische Staatsregierung bekommt eine neue Zentrale Ansprechpartnerin für die Opfer von Terror und von auf Straftaten beruhenden Großschadensereignissen: Kerstin Wimmer folgt zum 1. April auf Kerstin Altenbeck, die das Amt seit Mai 2023 innehatte. Die beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS), einer Behörde des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS), angesiedelte Zentrale Ansprechpartnerin betreut Opfer von Terror und von auf Straftaten beruhenden Großschadensereignissen und deren Angehörige in Bayern.
Zum Wechsel erklärt Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf: „Wir alle denken an die schlimmen Taten in Aschaffenburg und München. Sie haben uns zutiefst getroffen. Wir fühlen mit den Hinterbliebenen und wollen allen, die unter dem Erlebten leiden, bestmögliche Unterstützung bieten. Für die Betroffenen und auch die Angehörigen ist es wichtig, dass sie zentral, schnell und unbürokratisch Hilfe erhalten. Entschädigung, Ausgleich und Information sollen in schwierigen Situationen nicht noch zusätzlich belasten.“ Für Scharf steht fest: „Nach Terror und Anschlägen steht der Staat an der Seite der Betroffenen. Ich danke Frau Altenbeck für ihr großes Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz. Ihrer Nachfolgerin Frau Wimmer wünsche ich viel Kraft für diese verantwortungsvolle und fordernde Aufgabe.“
Kerstin Wimmer sagt über ihre neue Aufgabe: „Als Zentrale Ansprechpartnerin für den Opferschutz in Bayern trage ich Sorge dafür, dass kein Opfer, das Leid in Folge von Terror oder eines auf Straftaten beruhenden Großschadensereignisses erfahren musste, in Bayern allein zurückgelassen wird. Die furchtbaren Ereignisse der vergangenen Monate machen auf schmerzhafte Weise deutlich, wie wichtig die Fortführung der wertvollen Tätigkeit von Frau Altenbeck ist.“
Altenbeck war unter anderem ab 2013 Richterin am Arbeitsgericht Bamberg. Im Februar 2022 übernahm sie die Leitung der Regionalstelle Unterfranken des ZBFS. Zum 1. April 2025 kehrt sie als Direktorin ans Arbeitsgericht Bamberg zurück. Als Opferbeauftragte der Staatsregierung war die Juristin seit 1. Mai 2023 tätig.
Wimmer ist seit Dezember 2023 Leiterin der Regionalstelle Oberpfalz des ZBFS. Zuvor war sie unter anderem als Referatsleiterin in der Bayerischen Staatskanzlei für Bürgeranliegen zuständig. Ehe sie ans ZBFS wechselte, war Wimmer einige Jahre zunächst als Richterin an den Sozialgerichten in München und Regensburg und zuletzt am Bayerischen Landessozialgericht tätig.