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Der Modellversuch dient der Unterstützung der Kindertageseinrichtungen bei der Sicherung der Qualität ihrer pädagogischen Arbeit.

Modellversuch für Kindertageseinrichtungen

Ziel des Modellversuchs (Laufzeit von Anfang 2015 bis Ende 2018) ist es, perspektivisch ein nachhaltiges und wirksames Stützsystem der Qualitätssicherung und -entwicklung für Kindertageseinrichtungen zu etablieren, das diesen als externes Dienstleistungsangebot und ergänzend zur Fachberatung zusätzlich zur Verfügung steht. Mit dem Modellversuch entspricht die Staatsregierung dem dringenden Wunsch der Praxis nach Unterstützung und Vernetzung bei der pädagogischen Arbeit.

Im Rahmen des laufenden Modellversuchs beraten und begleiten 81 Pädagogische Qualitätsbegleitungen (PQB – verteilt auf insgesamt 60 Vollzeitstellen) eigens dafür qualifizierte PQB die Kindertageseinrichtungen durch regelmäßiges Inhouse-Coaching im Bereich der Interaktionsqualität.

Wer als PQB bei welchem Anstellungsträger und in welchem Einsatzgebiet in Bayern im Einsatz ist, zeigt die PQB-Einsatzliste. Sie wird laufend aktualisiert und ist nach Regierungsbezirken aufgeteilt. Zur PQB-Einsatzliste nach Regierungsbezirken.

Über die gesamte Laufzeit des Modellversuchs können rechnerisch bis zu 1.800 von insgesamt ca. 9.400 staatlich geförderten Kindertageseinrichtungen in Bayern von diesem freiwilligen und trägerübergreifenden Unterstützungsangebot profitieren.

Durch den Einsatz der PQB soll erreicht werden, dass öffentlich geförderte Kindertageseinrichtungen in Bayern ihre pädagogische Prozessqualität kontinuierlich weiterentwickeln, und zwar auf der Basis der in der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (AVBayKiBiG) festgelegten Bildungs- und Erziehungsziele, des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans und der Bayerischen Bildungsleitlinien. Darüber hinaus sollen die Kindertageseinrichtungen durch den Aufbau von Qualitätsnetzwerken der PQB auf lokaler, regionaler und Landesebene in ihrer professionellen Lern- und Entwicklungsfähigkeit unterstützt werden. Das Angebot der PQB ist für die Kindertageseinrichtungen freiwillig.

Mit der Umsetzung und wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuchs ist das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) beauftragt.

Der Modellversuch wird vom Staatsinstitut für Frühpädagogik prozessbegleitend evaluiert. Der „Erste Zwischenbericht zur Evaluation des PQB-Modellversuchs“ enthält detaillierte Aussagen zum laufenden Modellversuch.

Weitere Informationen für Kindertageseinrichtungen und Träger finden Sie im Flyer „Modellversuch PQB“.

Die PQB-Konzeption – Modellphase und das Programm für die PQB-Eingangsqualifizierung sind auf der Internetseite des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP) abrufbar. Hier finden Sie den Ersten Zwischenbericht zur Evaluation.

Voraussetzungen zur Teilnahme am Modellversuch

Das Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS) hat im Dezember 2014 ein ministerielles Schreiben (AMS) an alle für eine Teilnahme an dem Modellversuch infrage kommenden Trägerverbände, Landratsämter und kreisfreien Städte sowie Frühförderstellen versandt. Es legt im Detail die Voraussetzungen fest, unter denen die möglichen Projektträger ihren Antrag auf Förderung stellen können. 

Bis Anfang August 2015 wurden alle eingegangenen Projektanträge für die zur Verfügung stehenden 60 Vollzeitstellen vom Sozialministerium nach den im AMS angegebenen Kriterien fachlich bewertet. Die ausgewählten Anträge wurden an das Zentrum Bayern Familie und Soziales in Bayreuth (ZBFS) weitergeleitet, das die förderrechtliche Prüfung und Bewilligung der Zuwendungsanträge abwickelt. 

Das Auswahlverfahren ist inzwischen abgeschlossen und das Sozialministerium nimmt keine Projektanträge mehr entgegen.