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Frauenhandel / Zwangsprostitution

Eine schwerwiegende Form internationaler organisierter Kriminalität

Menschenhandel - betroffen sind überwiegend Frauen - ist eine schwerwiegende Form internationaler, in der Regel auch organisierter Kriminalität. Frauen und Mädchen vor allem aus mittel- und osteuropäischen Staaten werden oftmals unter dem Vorwand einer Heirats- oder Arbeitsvermittlung nach Deutschland gelockt, zum Teil aber auch gewaltsam nach Deutschland verbracht und hier der Zwangsprostitution zugeführt.

Eine Hauptursache des Menschenhandels ist die Armut und daraus folgende Perspektivlosigkeit der Frauen in ihrer Heimat sowie die Nachfrage nach Prostituierten und billigen Arbeitskräften in den Zielländern.

Weitere Informationen zum Themenkomplex erhalten Sie auf der Internetseite des bayerischen Aktionsbündnisses gegen Frauenhandel sowie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Hilfe und Beratung für die Opfer

Die in ihren Menschenrechten und ihrer Würde und Selbstbestimmung verletzten Opfer benötigen Stärkung und Stabilisierung durch Fachberatungsstellen, um die Erlebnisse verarbeiten zu können. Außerdem soll die Unterstützung und Betreuung die Opfer ermutigen, vor Gericht gegen die Menschenhändler auszusagen. Die Menschenhandelsdelikte können überwiegend nur mit Hilfe der Aussagen der Opferzeuginnen zur Anklage gebracht werden. Das Sozialministerium fördert die Fachberatungsstellen für Opfer von Menschenhandel, Zwangsprostitution und Zwangsverheiratung in Bayern (die Tätigkeit der Beratungsstellen ist nicht auf die jeweiligen Regierungsbezirke beschränkt).

Zusammenarbeit von Behörden und Einrichtungen

Ein funktionierender Opferschutz erfordert auch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der tangierten Behörden und Einrichtungen. Die Förderung der Vernetzung zwischen Praxis und betroffenen Ministerien erfolgt insbesondere über die Kooperationsgruppe „Menschenhandel“, in der neben dem Sozialministerium, JADWIGA und SOLWODI auch das Innen – und das Justizministerium vertreten sind.

Aufgrund der Zusammenarbeitsvereinbarung der Polizei, Staatsanwaltschaft, Fachberatungsstellen, Ausländerbehörden, Sozialbehörden und Agenturen für Arbeit zum Schutz von Opferzeuginnen und Opferzeugen in Menschenhandelsfällen bietet diese interministerielle Arbeitsgruppe bereits seit 2004 eine Plattform, um sich über aktuelle Probleme auszutauschen und gemeinsam Lösungsstrategien zu entwickeln.

Bekämpfung des Menschenhandels - Zusammenarbeitsvereinbarung der Polizei, Staatsanwaltschaft, Fachberatungsstellen, Ausländerbehörden, Sozialbehörden und Agenturen für Arbeit zum Schutz von Opferzeuginnen und Opferzeugen in Menschenhandelsfällen

Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien des Innern, der Justiz und für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen vom 21. März 2004 geändert zum 1. Januar 2005.

Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

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Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Aktionsbündnis gegen Frauenhandel

Frauenhandel

Schätzungen gehen von 700.000 bis 2.000.000 ge­handel­ten Per­sonen jähr­lich aus, der größte Teil davon Frauen und Kinder.

gegen-frauenhandel.de

BMFSFJ - Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche

Informationen der Bundesregierung zu Frauenhandel und Zwangsprostitution.

bmfsfj.de

Jadwiga Fachberatungsstelle

Logo jadwiGa Fachberatungsstelle

JADWIGA setzt sich für die Rechte der Opfer von Frauen­handel ein. Sie bietet umfas­sende Unterstützung und Hilfen für die Be­trof­fenen an.

jadwiga-online.de

Solwodi - Solidarität mit Frauen in Not

SOLWODI - Solidarität mit Frauen in Not

Die Hilfe von SOLWODI richtet sich an betroffene Frauen in den Bereichen Sextourismus, Heiratshandel und Menschen­handel.

solwodi.de