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Prävention von Jugenddelinquenz und -gewalt

Jugendsozialarbeit kann bei der Verhinderung von Jugendgewalt mithelfen.

Prävention von Jugendkriminalität

Das Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration hat ein Maßnahmenpaket zur Prävention von Jugendkriminalität und -gewalt ergriffen.

  • Zentrale Säulen sind die Förderprogramme der Bayerischen Staatsregierung im Bereich der Jugendsozialarbeit. Um Auffälligkeiten frühzeitig begegnen zu können und die Weichen für die Eröffnung von Lebensperspektiven durch Eingliederung in die Arbeitswelt zu stellen, wurden die bundesweit beachteten Förderprogramme Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit (AJS – seit 1983) und Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS – seit 2003) eingerichtet. Die jungen Menschen erhalten individuelle sozialpädagogische Unterstützung, um sich zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln, in der Schule erfolgreich zu sein und den Übergang in die Arbeitswelt zu meistern. Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema Jugendsozialarbeit.
  • Die Aktion Jugendschutz Bayern bietet Fachkräften Beratung, Präventionskonzepte, Materialien und Fortbildungen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Jugendkriminalität. Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema Jugendschutz.

Mit der Richtlinie zur „Förderung von Maßnahmen der Erziehungshilfe gegen Straffälligkeit und Gewalt“ fördert der Freistaat seit 1996 sozialpädagogische Hilfen, insbesondere Anti-Aggressionstraining, Täter-Opfer-Ausgleich, Betreuungshilfe und Streetwork. Die ambulanten Maßnahmen der Jugendgerichtshilfe sollen dem jungen Menschen eine Auseinandersetzung mit der Tat und ihrer Vorgeschichte ermöglichen, ihm Verhaltensalternativen aufzeigen sowie den Aspekt der Wiedergutmachung verdeutlichen.

Die Fachlichen Empfehlungen für die Mitwirkung der Jugendhilfe in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz hat der Landesjugendhilfeausschuss am 23.10.2012 beschlossen. Sie betreffen insbesondere die Anwendung von Erwachsenenstrafrecht auf Heranwachsende und die Durchführung von interdisziplinären Fallkonferenzen.

Best-Practice-Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Polizei, Jugendhilfe und Schule ist das Modellprojekt „Kooperation Polizei-Jugendhilfe-Sozialarbeit“, das seit 1998 in der Stadt Nürnberg nachhaltig implementiert ist und erfolgreich durchgeführt wird.