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Förderungen aus dem Europäischen Sozialfonds

Mit „Fit for Work – Chance Ausbildung“ fördert die Bayerische Staatsregierung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds die betriebliche Ausbildung von Jugendlichen, die einem besonderen Wettbewerb unterliegen. Die Ausbildungsinitiative „Fit for Work“ ist Teil der „Allianz für starke Berufsbildung in Bayern.“

Eine Übersicht über die Initiative bietet der Flyer „Fit for Work“, der im Bestellportal kostenfrei bezogen oder heruntergeladen werden kann.

  • Nachstehend finden Sie die Förderhinweise „Fit for Work – Chance Ausbildung“ in vollem Wortlaut sowie eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zu den Förderhinweisen. Diese Förderhinweise gelten für Ausbildungsverhältnisse, die frühestens am 01.08.2017 beginnen. Maßgebend ist der im Berufsausbildungsvertrag vereinbarte Ausbildungsbeginn. Für Ausbildungsverhältnisse, die vor dem 01.08.2017 begonnen haben, gelten die Förderhinweise zum Stand 25.08.2016
  • Bitte beachten Sie die in den Förderhinweisen genannten Antragsfristen.
Ausbildungsbetriebe können eine Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds bekommen.

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Die Förderung „Fit for Work – Chance Ausbildung“ aus dem Europäischen Sozialfonds wendet sich unmittelbar an die Ausbildungsbetriebe. Antragsberechtigt sind:

Ausbildungsbetriebe (keine Beschränkung auf KMU) mit Sitz oder im Handelsregister eingetragener Niederlassung in Bayern,

  • die einen Ausbildungsvertrag für eine betriebliche (duale) Berufsausbildung
  • in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) abschließen.

Welche Ausbildungsverhältnisse werden gefördert?

Mit „Fit for Work – Chance Ausbildung“ werden Ausbildungsverhältnisse mit Jugendlichen gefördert, deren Chancen auf dem Ausbildungsstellenmarkt verringert sind, durch persönliche, bildungsmäßige oder soziale Umstände.

Zur Zielgruppe zählen:

  1. Jugendliche, die im aktuellen Schuljahr eine Ausbildung beginnen, wenn sie entweder die allgemeinbildende Schule oder eine Wirtschaftsschule ohne Abschluss verlassen haben; oder wenn sie nach Verlassen einer allgemeinbildenden Schule oder einer Wirtschaftsschule und vor Abschluss des Ausbildungsvertrags verpflichtet waren, in einem Unterrichtsangebot für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (z. B. JoA-Klasse, Klasse des Berufsvorbereitungsjahres) die Berufsschulpflicht zu erfüllen. Hinweis: Jugendliche, die einen mittleren Schulabschluss erreicht haben, werden von Ziffer 1 und 2 nicht umfasst, sie sind von der Berufsschulpflicht befreit.
  2. Jugendliche, die als Schülerin/Schüler einer Praxisklasse einer bayerischen Mittelschule die Schule verlassen haben.
  3. Jugendliche, die bereits im Vorjahr oder früher eine allgemeinbildende Schule oder eine Wirtschaftsschule verlassen haben und als sogenannte Altbewerberinnen und Altbewerber eine Ausbildung beginnen. Zu den Altbewerberinnen und Altbewerbern zählen z. B. auch Jugendliche aus den Klassen zur Berufsvorbereitung der Berufsschulen (Berufsintegrationsklassen). Von Satz 1 sind nicht umfasst Jugendliche, die den mittleren Schulabschluss oder die Hochschulreife erworben haben.
  4. Jugendliche, die eine berufliche Ausbildung in einem Teilzeitausbildungsverhältnis nach den Vorschriften des BBiG oder der HwO machen. Zur Zielgruppe zählt nicht, wer das Ausbildungsverhältnis in Teilzeit durchführt, weil zeitgleich mit der betrieblichen Ausbildung ein Studium absolviert oder eine Bildungseinrichtung besucht wird, die zu einem höherwertigen Bildungsabschluss führt.
    Zur Zielgruppe zählen nicht die Jugendlichen, die an einem ESF-geförderten „Innovativen Projekt zur Verbesserung der Berufsausbildung in Teilzeit“ teilnehmen. Soweit Jugendliche an einem solchen Projekt teilnehmen, wird der Ausbildungsbetrieb vor Beginn der Ausbildung vom Projektträger informiert.
  5. Jugendliche, die für die erfolgreiche Durchführung der Ausbildung auf ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) gem. § 75 Drittes Sozialgesetzbuch – SGB III angewiesen sind, wenn der Jugendliche spätestens sechs Monate nach Beginn der Ausbildung mit einem Maßnahmenträger eine Vereinbarung über abH geschlossen hat.
  6. Jugendliche, die für die erfolgreiche Durchführung der Ausbildung auf das Instrument der Assistierten Ausbildung (AsA) gem. § 130 SGB III angewiesen sind, wenn der Ausbildungsbetrieb spätestens zwölf Monate nach Beginn der Ausbildung einen Kooperationsvertrag mit dem Maßnahmenträger und dem daran teilnehmenden Jugendlichen für die ausbildungsbegleitende Phase abgeschlossen hat.

Zur Zielgruppe der Förderung „Fit for Work – Chance Ausbildung“ zählen junge Menschen, die deutsche Staatsangehörige oder Staatsbürger eines EU-Mitgliedstaats sind. Zur Zielgruppe zählen auch Jugendliche aus Drittstaaten, soweit sich diese mit gesichertem Aufenthaltsstatus in Bayern aufhalten (z. B. anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit Aufenthaltserlaubnis).

Geflüchtete, über deren Asylantrag noch nicht entschieden ist (Gestattete) oder Jugendliche, die sich als Geduldete in Deutschland aufhalten, zählen nicht zur förderfähigen Zielgruppe der ESF-Förderung „Fit for Work – Chance Ausbildung“.

Altersgrenze: Gefördert werden junge Menschen, die am Tag des Beginns der Berufsausbildung das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wird auch die Ausbildung von Flüchtlingen gefördert?

  • Für geflüchtete Jugendliche mit Aufenthaltserlaubnis („anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber“) ist nach den Förderhinweisen „Fit for Work – Chance Ausbildung“ eine Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds möglich, wenn und soweit die Anspruchsvoraussetzungen der Förderhinweise nachgewiesen sind.
  • Die Aufenthaltserlaubnis ist dem Ausbildungsbetrieb und für den Förderantrag vorzulegen.
  • Maßgebend ist der Aufenthaltsstatus am Tag des im Berufsausbildungsvertrag vereinbarten Beginns der betrieblichen Ausbildung.

Wichtige Information: Ausbildungsverhältnisse mit geflüchteten Jugendlichen, die sich als Asylbewerberinnen oder Asylbewerber (Gestattete) mit guter Bleibeperspektive oder als Geduldete in Bayern aufhalten, können nach den Förderhinweisen „Fit for Work für Geflüchtete“ gefördert werden. Weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen finden Sie unter „Fit for Work – für Geflüchtete“

Was wird gefördert?

Gefördert werden die Kosten der vom Betrieb geschuldeten Ausbildungsvergütung.

Höhe der Förderung und die Voraussetzungen

Der Ausbildungsbetrieb kann einen Zuschuss in Höhe von 4.400 Euro erhalten für eine Ausbildungszeit von 22 Monaten. Bei kürzeren Ausbildungszeiten verringert sich die Zuwendung entsprechend. Die weiteren Fördervoraussetzungen sind in den Förderhinweisen geregelt.

Welche Fristen sind für Betriebe zu beachten?

  • Der Förderantrag muss bis spätestens drei Monate nach Beginn der Berufsausbildung bei der Bewilligungsbehörde eingehen, beim Zentrum Bayern Familie und Soziales, Hegelstraße 2, 95447 Bayreuth.
  • Bei Jugendlichen, die mit abH oder AsA unterstützt werden – vgl. obenstehende Ziffern 5 und 6 – muss der Förderantrag spätestens drei Monate nach Abschluss des jeweiligen Vertrags bei der Bewilligungsbehörde eingehen.

Sie möchten einen Förderantrag stellen?

Der Projektantrag ist grundsätzlich elektronisch über die Internetanwendung ESF Bavaria 2014 zu stellen.
Der online ausgefüllte Projektantrag muss anschließend ausgedruckt und unterschrieben werden und ist per Post an das ZBFS zu senden.

Ihr Betrieb hat sich bereits registriert?

Melden Sie sich direkt auf der Startseite von ESF Bavaria 2014 mit Ihrem Nutzernamen und Passwort an.

Ihr Betrieb hat sich noch nicht registriert?

Ihr Betrieb kann sich hier auf der Website des ESF Bavaria 2014 registrieren. Nach der Registrierung wird Ihnen automatisch ein Passwort per E-Mail zugesandt.

Wichtiger Hinweis

Ein Betrieb darf nur einmal registriert werden! Sollten mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zugang zu ESF Bavaria 2014 erhalten, z. B. wenn mehrere Anträge von unterschiedlichen Abteilungen/Niederlassungen gestellt werden sollen, dann legen Sie bitte weitere Nutzerkonten an. Die Nutzerin oder der Nutzer, die oder der sich erstmals registriert hat, ist der sogenannte Superuser. Dieser hat das Recht, weitere Nutzerkonten anzulegen. In ESF Bavaria 2014 finden Sie hierzu den Menüpunkt unter Administration/Projektträgerbenutzer.

Sie haben Fragen zum Ausfüllen des Projektantrags?

In ESF-Bavaria 2014 finden Sie an verschiedenen Stellen immer wieder ein kleines Fragezeichen-Symbol (z. B. am rechten oberen Bildschirmrand). Durch das Anklicken wird eine Online-Hilfe gestartet.

Sie können sich bei Fragen zum Ausfüllen des Projektantrags auch wenden an:
die Beschäftigten des ZBFS, Tel.: (0921) 60 53 388 (täglich besetzt von 7:30 Uhr bis 12:00 Uhr)
Schreiben Sie uns eine E-Mail

Plakat für die Publizitätspflicht

Die aus ESF-Mitteln geförderten Ausbildungsbetriebe müssen jeweils dieses Plakat anbringen, mit dem auf die „Fit-for-Work“-Förderung hingewiesen wird. Zum Plakat „Fit-for-Work“-Förderung.

Förderhinweise zum Herunterladen

Hier können die Förderhinweise heruntergeladen werden:

Förderhinweise „Fit for Work – Chance Ausbildung"

Haben Sie noch Fragen?

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Bewilligungsbehörde:

Zentrum Bayern Familie und Soziales
Hegelstraße 2
95447 Bayreuth
Tel.: (0921) 60 53 388 (täglich besetzt von 7:30 Uhr bis 12:00 Uhr)
Schreiben Sie uns eine E-Mail