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70. Sudetendeutscher Tag

Sozialministerin Schreyer: „Die Handschrift der Sudetendeutschen hat Bayern mitgeprägt – kulturell, wirtschaftlich und auch im politischen Handeln“

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Vom 7. bis 9. Juni 2019 findet in Regensburg der 70. Sudetendeutsche Tag statt. Zur feierlichen Eröffnung betonte Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer: „Der diesjährige Sudetendeutsche Tag ist ein besonderer: Vor 65 Jahren hat der Freistaat Bayern die Schirmherrschaft über die Sudetendeutsche Volksgruppe verkündet. Dies war historisch und bahnbrechend. Die Handschrift der großen Gemeinschaft der Sudetendeutschen hat Bayern seitdem mitgeprägt – kulturell, wirtschaftlich und auch im politischen Handeln.“

Der Freistaat Bayern tritt für die Anliegen der Volksgruppe ein. Er ist sich seiner Verpflichtung gegenüber den Sudetendeutschen als seinem Vierten Stamm bewusst. Schreyer hob hervor: „Wir setzen uns ein, dass Ihr Schicksal und Ihre Geschichte lebendig im Bewusstsein unserer Gesellschaft erhalten bleiben. Wir fördern Projekte und Einrichtungen der Sudetendeutschen, wie das Sudetendeutsche Musikinstitut und das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg, das Egerlandmuseum in Marktredwitz und das Isergebirgsmuseum in Neugablonz. So sichern und stärken wir den Erhalt Ihrer Kultur.“

Auch der Bau des Sudetendeutschen Museums in München kommt voran. Das Gebäude wird noch in diesem Jahr fertiggestellt. Ab Herbst 2019 geht es dann an die Innengestaltung und die Einrichtung der Räumlichkeiten. Im Hinblick darauf dankte die Ministerin den Sudetendeutschen für ihren Einsatz und ihr Mitwirken: „Der Freistaat baut für Sie das Gebäude. Sie aber sind diejenigen, die das Gebäude mit Leben und Geschichte füllen werden. Mit unermüdlichem Engagement kümmern Sie sich schon jetzt darum, das Museum zu dem zu machen, was es sein soll: Ein Ort, der unserer ganzen Gesellschaft die Kultur und Leistung der Sudetendeutschen eindrucksvoll nahebringt. Ein Ort, um das notwendige Bewusstsein für die Geschehnisse von Flucht und Vertreibung zu schärfen. Das Museum wird aber auch ein Ort des Dialogs sein – auch mit unseren tschechischen Nachbarn.“

Fotoquelle: StMAS