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Stationär betreutes Wohnen

Immer mehr Menschen mit Behinderung wollen selbstbestimmt leben. Dies zeigen auch Untersuchungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge. Die Möglichkeiten des ambulant betreuten Wohnens müssen daher ausgebaut werden..
Es nimmt aber auch die Zahl derjenigen behinderten Menschen zu, die so umfassende Hilfen brauchen, dass sie nicht ambulant versorgt werden können. Diese Menschen benötigen dann stationär betreutes Wohnen.. Diese heilpädagogisch orientierte Betreuung erfolgt in familienähnlichen Strukturen (Wohngruppenprinzip). Im Jahr 2010 gab es nach der Erhebung des Statistischen Landesamtes in Bayern 659 Einrichtungen mit nahezu 32.000 stationären Plätzen für erwachsene Menschen mit Behinderung. So zum Beispiel für Menschen, die in einer Behindertenwerkstatt arbeiten oder für Menschen, die tagsüber in einer (Tages-) Förderstätte gehen.
Für ältere Menschen mit Behinderung, die stationär betreut oder ambulant betreut bzw. selbständig wohnen und leben, kann die Tagesbetreuung in verfügbaren Räumen einer Werkstatt bzw. einer Förderstätte oder in einer separaten Tagesstätte erfolgen (Orientierungshilfe zur Erstellung von Konzepten für Angebote zur Tagesbetreuung von älteren Menschen mit Behinderung). (Link zur Orientierungshilfe!)

 

Zum 01.08.2008 ist das Bayerische Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG) in Kraft getreten, die Ausführungsverordnung zum Pflege- und Wohnqualitätsgesetz am 27.07. 2011 (Verweis auf AV PfleWoqG), Letztere ersetzten die Verordnungen des Bundes (Heimmindestbauverordnung, Heimpersonalverordnung, Heimmitwirkungsverordnung und Heimsicherungsverordnung).
Das Pflege- und Wohnqualitätsgesetz dient dem Schutz von erwachsenen Menschen mit Behinderung, die in betreuten Wohnformen leben. Ambulant betreute Wohngemeinschaften, Betreute Wohngruppen und stationäre Einrichtungen der Behindertenhilfe sind betreute Wohnformen und gleichzeitig Lebensorte für Jahrzehnte, oft schon vom Jugendalter an.

Eine der zentralen Aufgaben betreuter Wohnformen der Behindertenhilfe ist es, ihre Bewohner dabei zu unterstützen, ein gelingendes Leben zu führen. Es geht um eine umfassende Mitgestaltung von Lebensqualität im Alltag und den jeweiligen Lebensabschnitten. Die Sicherstellung einer qualitativ guten Pflege ist dabei ein Teilaspekt.

Mit dem Vollzug des Bayerischen Pflege- und Wohnqualitätsgesetz sind die Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen - Qualitätsentwicklung und Aufsicht - (FQA) bei den Landratsämtern und kreisfreien Städten befasst. Neben Beratungs- und Informationsaufgaben z.B. gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohnern, den Einrichtungen bzw. deren Trägern, haben diese auch die Möglichkeit bei Vorliegen von Mängeln Anordnungen zu erlassen. Diese können von Auflagen zur Abstellung einzelner Mängel bis hin zu einem Aufnahmestopp, Beschäftigungsverboten und zur Betriebsuntersagung reichen.

Bei Beschwerden über Missstände in stationären Einrichtungen der Pflege und für Volljährige Menschen mit Behinderung können Sie sich jederzeit an die örtlich zuständige FQA wenden.

 

Zusätzliche Informationen

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Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Miteinander - Zukunft Inklusion

Miteinander-zukunft-inklusion

Inklusion in Bayern: Alle sind dabei - mit und ohne Behinderung!

Broschüre (DIN lang), 12 Seiten, September 2015