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Soziale Verantwortung in der Wirtschaft

www.csr.bayern.de ist online

Mit einer neuen Website zum Thema CSR (Corporate Social Responsibility) speziell für kleinere und mittelständische Unternehmen informiert das Bayerische Arbeits- und Sozialministerium gemeinsam mit dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag BIHK e.V. alle Interessierten und gibt wichtige Hilfestellungen und Tipps. Unternehmen bekommen dort Anregungen, das bereits vorhandene Engagement zu systematisieren, weiter auszubauen und in ein strategisches CSR-Management zu überführen. Neben allgemeinen Informationen zum Thema CSR enthält die Website auch einen interaktiven Online-Selbsttest, anhand dessen Unternehmen ihre derzeitige CSR-Strategie überprüfen und sich Anregungen und Tipps zur Verbesserung holen können. Zudem werden vielfältige Good-Practice-Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Die Broschüre 'Ein CSR-Praxisleitfaden für kleine und mittelständische Unternehmen in Bayern' soll den Einstieg in das Thema CSR erleichtern, die Vorteile einer verantwortungsvollen Unternehmensführung aufzeigen und Unternehmen bei der Entwicklung einer eigenen CSR-Strategie unterstützen.

Soziale Verantwortung in der Wirtschaft – Corporate Social Responsibility (CSR)

Das soziale, ökologische und gesellschaftliche Engagement von Unternehmen – auch „CSR“ (Corporate Social Responsibility) genannt – gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Bei CSR geht es darum, über die rechtlichen Pflichten hinaus gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. CSR ist daher ein freiwilliges unternehmerisches Engagement. Unternehmen müssen selbst entscheiden können, in welchen Bereichen sie sich engagieren.

Nicht nur Geschäftspartner wägen häufiger die ökologischen und sozialen Risiken einer Geschäftspartnerschaft ab, auch das Bewusstsein und die Ansprüche der Kunden haben sich verändert. Tragödien wie der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza 2013 in Bangladesch mit mehr als 1.100 Toten haben dazu geführt, dass Kunden die „Strategie der Kostensenkung um jeden Preis“ hinterfragen und bei ihrer Kaufentscheidung vermehrt darauf achten, unter welchen Arbeitsbedingungen die Produkte hergestellt werden.

Erfreulicherweise haben viele Unternehmen in Deutschland und Bayern CSR als Wettbewerbsvorteil erkannt und setzen sich in vielfältiger Weise für die Gesellschaft und die Umwelt ein. Dies ist auch nicht verwunderlich. Bayern hat eine Jahrhunderte alte gelebte Unternehmerverantwortung: Die Fuggerei in Augsburg ist nichts anderes als CSR.

CSR wird der nationalen und internationalen Erfahrung und der Praxis vieler Unternehmen folgend in vier Handlungsfeldern konkretisiert: CSR am Arbeitsplatz, im Markt, im Gemeinwesen und gegenüber der Umwelt. Das Handlungsfeld „Arbeitsplatz“ stellt den Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Mittelpunkt, behandelt jedoch auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die konkrete Ausgestaltung des Arbeitsplatzes. Im Bereich „Markt“ geht es im Wesentlichen um Verbraucherschutz und faire Preisgestaltung, aber auch um die Implementierung von Sozialstandards. Ehrenamtliches Engagement von Mitarbeitern sowie soziales Wirken des Unternehmens lassen sich unter dem Begriff „Gemeinwesen“ zusammenfassen. Im Umweltbereich spielen u.a. die Themenfelder „Klimaschutz“ oder die Einführung von Umweltstandards eine Rolle. Die Ansatzpunkte, Themen und Einstiegsmöglichkeiten in den Themenbereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales sind dabei für jedes Unternehmen unterschiedlich, einen Königsweg gibt es nicht.

Bayerische CSR-Strategie

Auch das bayerische Sozialministerium engagiert sich in diesem Bereich und hat hierzu eine bayerische CSR-Strategie entwickelt. Die Strategie besteht aus einem Drei-Säulen-Konzept. Die erste Säule betrifft die Bewusstseinsbildung, die zweite Säule beschäftigt sich mit der Vernetzung, die dritte Säule ist dem Thema Weiterbildung und Beratung zum Thema CSR gewidmet.

 Unser Ziel ist es, das Thema gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in Bayern in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, die Vorteile einer verantwortungsvollen Unternehmensführung aufzeigen und dadurch Unternehmen zu motivieren, sich sozial oder ökologisch zu engagieren. Gelebte gesellschaftliche Verantwortung durch Unternehmen ist eine Chance für mehr Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit. CSR ist damit als Faktor für wirtschaftlichen Erfolg im Eigeninteresse der Unternehmen.

Bewusstseinsbildung

Staatsministerin Emilia Müller auf dem Podium sitzend im Gespräch mit Dr. Eberhard Sasse und Fritz Lietzsch
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Staatsministerin Emilia Müller im Gespräch mit Dr. Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) e.V. (l.) und Fritz Lietzsch, Moderator und Chefredakteur ‚forum Nachhaltig Wirtschaften‘ (m.). Foto: ihk/Goran Gajanin

Um dieses Bewusstsein in die Breite zu tragen werben wir gemeinsam mit der BIHK auf den jährlich stattfindenden Bayerischen CSR-Tagen für die aktive Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen.

Im Rahmen des fünften Bayerischen CSR-Tages am 26. September 2017 in München stellte Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller gemeinsam mit dem Präsidenten des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags Dr. Eberhard Sasse die neue Broschüre 'Ein CSR-Praxisleitfaden für kleine und mittelständische Unternehmen in Bayern' vor.

Das soziale, ökologische und gesellschaftliche Engagement von Unternehmen gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Unternehmen, die in der Tradition des Ehrbaren Kaufmanns Verantwortung übernehmen, leisten einen großen gesellschaftlichen Beitrag: „Wir möchten dieses Engagement der bayerischen Unternehmen fördern und die Unternehmen dabei unterstützen, insbesondere gesellschaftliche und ökologische Verantwortung ganz bewusst als Erfolgsfaktor in die Unternehmen zu integrieren“, erläuterte Müller.

Zudem informiert das Bayerische Arbeits- und Sozialministerium gemeinsam mit dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag BIHK e.V. mit einem neuen interaktiven Webauftritt zum Thema CSR speziell für kleine und mittelständische Unternehmen. Neben Praxisbeispielen, wichtigen Hilfestellungen und Tipps finden Unternehmen unter www.csr.bayern.de auch einen interaktiven Online-Selbsttest, anhand dessen sie ihre derzeitige CSR-Strategie überprüfen und sich Anregungen und Tipps zur Verbesserung holen können.

Wirtschaft weiß-blau

Csr Vbw
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Staatssekretär Johannes Hintersberger (2.v.l.) bei der „CSR-Roadshow“ am 7. Februar 2017 in Nürnberg. Quelle: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Fotograf: Stefan Obermeier. Jede Verwertung dieses Bildes im urheberrechtlichen Sinne ohne Einräumung der entsprechenden Nutzungsrecht durch die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist ausgeschlossen.

Die Unternehmen der bayerischen Wirtschaft engagieren sich seit vielen Jahren freiwillig für das Gemeinwohl. Auf der Plattform 'Wirtschaft weiß-blau' der vbw - Vereiningung der Bayerischen Wirtschaft e.V. können die Breite und Vielfalt des freiwilligen Engagements erkundet werden. Frau Staatsministerin Müller hat die Schirmherrschaft für dieses Portal übernommen.

Mit der Veranstaltungsreihe "CSR-Roadshow" wollen wir gemeinsam mit der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. – das Thema gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in Bayern sowohl in der Unternehmerschaft als auch in der Öffentlichkeit weiter vorantreiben.

Beim vierten Teil der Veranstaltungsreihe „CSR-Roadshow“ am 7. Februar 2017 in Nürnberg betonte Bayerns Arbeitsstaatssekretär Johannes Hintersberger: „Die Bayerische Staatsregierung zieht auch weiterhin mit der Wirtschaft an einem Strang – beim Ausbau von Corporate Social Responsibility genauso wie im Kampf gegen die Bürokratie. Wir unterstützen die Unternehmen in sozial verantwortungsbewusster Unternehmensführung. So ermöglichen wir beispielsweise gemeinsam mit der Arbeitsverwaltung mit dem Programm LASSE (Langzeitarbeitslose Schwerbehinderte Schnell Eingliedern), langzeitarbeitslosen Menschen mit Behinderung den Weg zurück ins Berufsleben. Mit dem Familienpakt Bayern stärken wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch die zentrale Aufgabe der nächsten Jahre, die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, packen wir gemeinsam mit der bayerischen Wirtschaft an.“

 


30.04.2015  Emilia Müller, Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw sprachen bei einem Pressegespräch über die Voraussetzungen für das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen und das vielfältige Engagement der heimischen Unternehmen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR).

 

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