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Marktplatz der Generationen

Programm

Ziel des „Marktplatzes der Generationen“ ist es, die Lebensbedingungen so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen und Wünschen älterer Menschen entsprechen und damit letztlich allen Bürgerinnen und Bürgern Rechnung tragen. Mit einer individuellen und passgenauen Beratung werden kleine Gemeinden dabei unterstützt, auf ihre jeweilige Situation zugeschnittene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Die Beratung erstreckt sich dabei auf folgende Handlungsfelder mit folgenden möglichen Beispielen:

Markt

  • die Installation eines Dorfladens, evtl. gekoppelt mit Annahmestellen für Postverkehr bzw. weiteren Dienstleistungen
  • Einrichtung eines „Mittagstischs“ für ältere Menschen in Kooperation mit einem be­stehenden Gasthaus, evtl. verbunden mit einem Lieferservice oder einem Fahrdienst, den ältere Menschen zur Erreichung des Angebots in Anspruch nehmen können
  • Initiierung von „Mobilen Läden“, die auch in ihrer Mobilität eingeschränkte Einwohner der jeweiligen Gemeinde mit den täglichen Bedarfsgütern versorgen
  • Initiierung von Wochenmärkten, auf denen regionale Produkte verkauft werden

Dienstleistungen und Mobilität

  • Angebot von Sprechstunden kommunaler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort
  • Aufbau von Bankautomaten
  • Organisation eines Lieferservice
  • Aufbau von Dienstleistungen mit „Komm-Struktur“, wie z.B. Friseur
  • Einrichtung einer Servicestelle zur Vermittlung unterschiedlicher Dienstleistungen (Begleitdienste, Einkaufshilfen, Hilfen im Garten usw.)
  • Organisation von Bürgerbussen, Anrufsammeltaxis oder Fahrdiensten

Gesundheit und Pflege

  • Sicherung der ärztlichen Versorgung (Zweigniederlassung), Angebot von zeitlich begrenzten Sprechstunden von (Fach-)Ärztinnen und Ärzten der Nachbargemeinden
  • Integration von Therapeutinnen und Therapeuten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen, wie z.B. Physio-, Logo- oder Ergotherapie
  • Sicherstellung der Versorgung mit Medikamenten durch Apothekenlieferservice
  • Angebot regelmäßiger Sprechstunden und Infoveranstaltungen in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Sozialstationen zur passgenauen Beratung
  • Etablieren einer Tagesbetreuung
  • Aufbau niedrigschwelliger Entlastungs- und Betreuungsangebote, wie z.B. Betreuungsgruppen, Helferkreise, Tagesbetreuung in Privathaushalten (TiPi), haushaltsnahe Dienstleistungen, Alltags- und Pflegebegleiter, die zur Entlastung pflegender Angehöriger beitragen und Vereinsamungstendenzen entgegenwirken

Gesellschaftliche Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement

  • Einrichtung eines Treffpunktes für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine, der sich zudem für offene Veranstaltungen, wie z.B. Bürgerversammlungen, eignet
  • Integration von Bildungs- und Kulturangeboten in Form von Kursen oder das Vorhalten einer kleinen Bibliothek
  • Initiierung von Nachbarschaftshilfen, Patenschaften, Besuchsdiensten oder Seniorengenossenschaften (Seniorengenossenschaften sollten möglichst landkreisweit agieren)
  • Aufbau von Seniorenvertretungen

Selbstbestimmtes Wohnen, neue Wohnformen

  • Initiierung von Wohnberatung und Wohnungsanpassung (landkreisweit)
  • Barrierefreie Gestaltung der Gemeinde
  • Aufbau barrierefreier Wohnungen (im Zentrum) in Verbindung mit Treffmöglichkeiten und Serviceleistungen/Nachbarschaftshilfe)
  • Etablierung von Quartierskonzepten
  • Aufbau von alternativen Wohnformen, wie z.B. Seniorenhausgemeinschaften, generationenübergreifendes Wohnen, ambulant betreute Wohngemeinschaften


Interessensbekundungsverfahren 2017

Ab sofort können sich Gemeinden in Bayern bis zu rund 3.000 Einwohner bzw. größere Gemeinden mit abgeschlossenen Ortsteilen bis zu rund 3.000 Einwohner für das bayernweite Modellprogramm “Marktplatz der Generationen“ bewerben. Der Bewerbungsschluss für interessierte Gemeinden ist der 30.06.2017. Ein Handlungsbedarf sollte in mindestens drei der fünf genannten Handlungsfelder bestehen.

Hier finden Sie den Bewerbungsbogen.

 

Leitfaden

Der Leitfaden „Kleine Gemeinden - demografiefest in die Zukunft: Programm Marktplatz der Generationen“ basiert auf den Erfahrungen des Programms in neun Modellkommunen. Er umreißt die seniorenpolitischen Handlungsfelder und stellt praxisnahe Informationen, Erfahrungen und Lösungsansätze aus den Modellkommunen zusammen.

Sie können den Leitfaden hier bestellen und herunterladen..

 

Modellhafte Erprobung 2012 – 2016 in neun Modellkommunen

Interessierte Gemeinden hatten die Möglichkeit, an einem Interessensbekundungsverfahren teilzunehmen. Insgesamt wurden aus über 70 Bewerbungen folgende neun Gemeinden von einem ressortübergreifenden Vergabeausschuss ausgewählt: 

  • Breitbrunn (Unterfranken)
  • Verwaltungsgemeinschaft Hohenberg an der Eger/Schirnding und Berg (Oberfranken)
  • Burk (Mittelfranken)
  • Bärnau und Waldthurn (Oberpfalz)
  • Mauth (Niederbayern)
  • Todtenweis (Schwaben)
  • Schechen (Oberbayern)
     

Fachtage

Fachtag 2017

Im Rahmen des Fachtags am 05.04.2017 werden die bisherigen Ergebnisse des Programms aus den neun Modellgemeinden vorgestellt.

Hier finden Sie den Veranstaltungsflyer.
 

Fachtag 2014

Am 17. Oktober 2014 veranstaltete das StMAS eine Fachtagung zum Programm "Marktplatz der Generationen". Nach einer aktuellen Laufzeit von zwei Jahren gab die Fachtagung vor rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Halbzeitbilanz der beteiligten neun Kommunen.

Hier finden Sie die Dokumentationen zum Programm.

Die Dokumentationen zum Programm finden sie hier und hier.

Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Koordinationsstelle Wohnen im Alter

Logo Koordinationsstelle Wohnen im Alter- Konzepte, Initiativen und Visionen fürs Alter

Konzepte, Initiativen und Visionen

wohnen-alter-bayern.de

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

Logo Kuratorium Deutsche Altenhilfe

Die KDA-Angebote richten sich an Verantwortliche der Altershilfe und Altenarbeit.

kda.de

Sozial-Fibel

Ein Lexikon über soziale Hilfen, Leistungen und Rechte.

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