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München, 10. September 2014 PM 222.14

Asylsozialpolitik

Sozialministerin Müller: "Airpark in Augsburg wird sechster Standort einer Erstaufnahmeeinrichtung in Bayern"

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller stellte heute ein Grundstück am Airpark in Augsburg als weiteren Standort für eine Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber vor. Sie betonte, dass wir uns derzeit in einer Ausnahmesituation befänden. Der Zustrom von Asylbewerbern nach Bayern explodiere in diesem Jahr geradezu. "Die prognostizierte Zahl der neu ankommenden Asylbewerber wurde in diesem Jahr mehrmals nach oben korrigiert. Nach der aktuellen Prognose rechnen wir in Bayern mit rund 33.000 neuen Asylbewerbern für dieses Jahr. Das sind so viele wie seit vielen Jahren nicht mehr. Gerade bei der Unterbringung stellt uns das - wie die anderen Länder auch - vor große Herausforderungen. Wir werden noch bis Oktober 2014 die Kapazität in der Erstaufnahme um rund 2000 Plätze aufstocken. Gleichzeitig verfolgen wir konsequent unseren Plan in jedem Regierungsbezirk eine Erstaufnahmeeinrichtungen zu schaffen. Dazu brauchen wir auch die Hilfe der Kommunen. Mein Dank gilt deshalb Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, der Regierung von Schwaben und allen Beteiligten vor Ort für ihre tatkräftige Unterstützung", so Müller und ergänzte: "Mit dem sechsten Standort für eine Erstaufnahmeeinrichtung haben wir unser Ziel von sieben Standorten fast erreicht. Wir planen, dass wir mit der Einrichtung hier in Augsburg im Laufe des Jahres 2015 ans Netz gehen können."

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl: "Bei der Unterbringung von Asylbewerbern stehen wir in Bayern alle gemeinsam in der Verantwortung. Die stetig wachsende Zahl der Flüchtlinge ist eine gesellschaftliche Realität, der wir uns auch als Stadt Augsburg stellen müssen. Ist betrachte dies als unsere humanitäre Pflicht. Ich bin sehr froh darüber, dass uns der Freistaat Bayern auch bei der Gestaltung der entsprechenden Rahmenbedingungen für die Erstaufnahmeeinrichtung unterstützt."

"Wir werden auch hier in Augsburg eine sozialverträgliche Einrichtung schaffen, so dass wir niemanden überfordern. Wir brauchen aber auch die Unterstützung und Solidarität der Bevölkerung vor Ort. Denn die Menschen, die bei uns Schutz suchen, haben oft Schlimmes erlebt. Ich sehe es deshalb als unsere Verpflichtung sie bei uns aufzunehmen und human unterzubringen", so die Ministerin abschließend.

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