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Unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA)*

Die unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA) bilden eine spezifische Zielgruppe innerhalb der Jugendhilfe für die es besonders gilt, in Kooperation mit anderen Hilfesystemen rechtskreisübergreifend bedarfsgerechte Strukturen und Angebote sicherzustellen. Bei der großen Gruppe der 16- und 17jährigen UMA steht der individuelle Unterstützungsbedarf mit dem Ziel der gesellschaftlichen, sozialen und beruflichen Integration sowie ihre Verselbständigung im Vordergrund.

Bayern muss nach dem Königsteiner Schlüssel ca. 15,5 % der bundesweit unterzubringenden UMA aufnehmen. Die bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte sind entsprechend der DVAsyl verpflichtet UMA, die durch den Beauftragten des Freistaates Bayern für die Aufnahme und Verteilung ausländischer Flüchtlinge und unerlaubt eingereister Ausländer (LABEA) zugewiesen werden, in ihre Zuständigkeit zu übernehmen. Orientiert an dieser Verpflichtung sind vor Ort die entsprechenden Aufnahme-, Unterbringungs- und Betreuungsstrukturen in der Jugendhilfeplanung zu berücksichtigen.


* Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher (BGBl. I S. 1802) wird auf Bundesebene entweder der Begriff „Unbegleitete ausländische Kinder und Jugendliche“ oder „Unbegleitete minderjährige Ausländer“ und als Abkürzung einheitlich „UMA“ verwendet. Auf dieser Internetseite wird die Bezeichnung „UMA“ verwendet. In älteren Positionspapieren, Empfehlungen usw. können die Begriffe "uM" und "umF" auftauchen. Der Inahlt dieser Papiere ist weiterhin gültig.

 

Aktuelles & Zahlen:

19.01.2017: Pressemitteilung - Sozialministerin Müller: "Bayern übernimmt die Kosten für alle unbegleiteten Minderjährigen und beteiligt sich an den Jugendhilfekosten für junge Volljährige - wir entlasten unsere Kommunen wirkungsvoll"

Pressemitteilung in voller Länge aufrufen

30.11.2016: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat unter dem Datum 14. April 2016 eine "Auslegungshilfe des BMFSFJ zur Umsetzung des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher" und als Anlage hierzu "Aktualisierte Umsetzungshinweise" zur Frage der Kostenerstattung nach der "Übergangsregelung" des § 42d SGB VIII zur Verfügung gestellt.

Die beiden PDF-Dokumente sind über die folgenden externen Verweise direkt beim BMFSFJ abrufbar:

Auslegungshilfe des BMFSFJ zur Umsetzung des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher

Aktualisierte Umsetzungshinweise Kostenerstattung nach der "Übergangsregelung" des § 42d SGB VIII
 

Monatliche aktuelle Zuständigkeitszahlen:

2017:

31.08.2017 Aktuelle Zuständigkeitszahlen als PDF herunterladen

31.07.2017 Aktuelle Zuständigkeitszahlen als PDF herunterladen

30.06.2017 Aktuelle Zuständigkeitszahlen als PDF herunterladen

31.05.2017 Aktuelle Zuständigkeitszahlen als PDF herunterladen

30.04.2017 Aktuelle Zuständigkeitszahlen als PDF herunterladen

31.03.2017 Aktuelle Zuständigkeitszahlen als PDF herunterladen

28.02.2017 Aktuelle Zuständigkeitszahlen als PDF herunterladen

31.01.2017 Aktuelle Zuständigkeitszahlen als PDF herunterladen

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Wichtige Rechtsgrundlagen

§ 42b SGB VIII - Verfahren zur Verteilung unbegleiteter ausländischer Kinder und Jugendlicher (externer Verweis)

Art. 65 AGSG - Ermächtigungen (externer Verweis)

§ 133a AVSG - Verteilung von unbegleiteten ausländischen Kindern und Jugendlichen (externer Verweis)

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For.UM:Handlungsempfehlungen und konzeptionelle Orientierungshilfen zur Angebotsgestaltung vor Ort 

Im Rahmen des For.UM, einem Gremium, dem die Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe, die zuständigen Ressorts der Bayerischen Staatsregierung, die Kommunalen Spitzenverbände, die Heimaufsichten der Regierungen sowie Vertreter der Wirtschaft angehören, wurden folgende grundsätzliche Handlungsempfehlungen und konzeptionelle Orientierungshilfen erarbeitet.

Zur Sicherstellung des Kindeswohls und bundesweiter bedarfsgerechter Versorgungsstrukturen für UMA finden auch auf Bundesebene zahlreiche Bund-Länder-Gespräche statt. Festgestellt wurde hierbei, dass grundsätzlich auch im gesamten Bereich der Kinder- und Jugendhilfe das Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gilt und nach dem SGB VIII nur diejenigen Leistungen zu erbringen und damit zu erstatten sind, die aufgrund des individuellen Bedarfs auch tatsächlich erforderlich sind. Daraus ergibt sich bei gleicher Eignung mehrerer Angebote zwangsläufig ein Vorrang der weniger betreuungsintensiven Jugendhilfeleistungen vor den intensiveren. Erforderlich ist einerseits eine qualifizierte Hilfeplanung und differenzierte Diagnose im Einzelfall wie auch generell eine bedarfsgerechte Jugendhilfeplanung in Kooperation mit anderen beteiligten Hilfesystemen (insb. Gesundheitsbereich, Schule, Arbeitsverwaltung, Ausländerbehörden etc.).
 

Ergebnisse Plenum For.UM 11.07.2016

a) Empfehlungen und Orientierungsrahmen zur Organisation einer notwendigen regionalen Angebotsstruktur zur Unterbringung und Versorgung von UMA

Orientierungsrahmen zur Unterbringung und Versorgung herunterladen

b) Orientierungswerte für Schüler- und Jugendwohnheime sowie sozialpädagogisch begleitete Wohngruppen in Bayern herunterladen

Orientierunswerte für Schüler- und Jugendwohnheime herunterladen

c) Zielgruppe UMA sowie junge Volljährige (ehemalige UMA): Empfehlungen zum Übergangsmanagement berufliche Integration

Empfehlungen zum Übergangsmanagement herunterladen


Ergebnisse Plenum For.UM 15.04.2015

a) Grundausrichtung der Angebotsgestaltung für UMA: zielgruppenspezifische Anforderungen und Bedarfe

Zielgruppenspezifische Anforderungen und Bedarfe

b) Minderjährige Asylbewerber und Flüchtlinge: Häufige Fragen an der Schnittstelle Jugendhilfe-Schule

Im Rahmen der AG Schule des For.UM wurde folgende Übersicht zu häufigen Fragen an der Schnittstelle Jugendhilfe-Schule gemeinsam erarbeitet:

Arbeitshilfe Jugendhilfe-Schule herunterladen

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Grundsätze für die Altersbegutachtung

Aus Sicherheitsaspekten ist vorerst sicherzustellen, dass alle UMA vor Erstkontakt mit dem Jugendamt, jedoch in jedem Fall vor Altersfeststellung und Inobhutnahme, erkennungsdienstlich behandelt wurden.

Im Rahmen der Altersbegutachtung ist es Aufgabe des Jugendamtes, die Voraussetzungen der Inobhutnahme eines Kindes oder Jugendlichen gemäß § 42 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 SGB VIII zu prüfen. Insbesondere bei UMA ist es erforderlich, zum Alter des jungen Menschen eine Feststellung zu treffen. Um dem besonderen Schutzauftrag gegenüber Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden, ist sicherzustellen, dass kein Erwachsener in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und kein Minderjähriger in Einrichtungen für Erwachsene untergebracht wird. Sofern keine aussagekräftigen Dokumente vorliegen, ist eine qualifizierte Altersbegutachtung durchzuführen. Die Vorschriften zur Inobhutnahme gemäß §§ 42 bzw. 42a SGB VIII, gelten für Personen, die noch nicht 18 Jahre alt sind.

Grundsätze für die Altersbegutachtung als PDF herunterladen

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Meldeformulare für Jugendämter

Sobald ein UMA in Obhut genommen wird, ist durch das fallzuständige Jugendamt unverzüglich die Erstmeldung an den Beauftragten des Freistaates Bayern für die Aufnahme und Verteilung ausländischer Flüchtlinge und unerlaubt eingereister Ausländer (LABEA) vorzunehmen (Formblatt "Erstmitteilung"). Die Meldung erfolgt sowohl bei unter 16-jährigen UMA, als auch bei 16- und 17-Jährigen. Eine Registrierung der Daten durch den LABEA ist erforderlich, um Informationen über den Zugang von UMA in Bayern insgesamt zu bekommen.

Insbesondere wenn für den jungen Menschen ein Platz in einer Anschlusseinrichtung gefunden wurde, ist darüber hinaus eine Änderungsmitteilung erforderlich (Formblatt "Änderungsmitteilung"). Diese Benachrichtigung ist für den LABEA maßgeblich, um eine Zuteilung zu dem entsprechenden Regierungsbezirk vornehmen zu können. Auch jede andere Änderung des Aufenthaltes des Kindes oder Jugendlichen ist über dieses Formblatt mitzuteilen.

Dadurch soll vor allem verhindert werden, dass UMA bei verschiedenen Jugendämtern vorstellig werden oder mehrfach Altersfeststellungen vorgenommen werden.

Erstmitteilung

Änderungsmitteilung

Im Rahmen der bundesweiten Verteilung von UMA ist es erforderlich, dass das abgebende Jugendamt für das aufnehmende Jugendamt die wichtigsten Informationen über durchgeführte Verfahrensschritte und ggf. gewonnene weitere Erkenntnisse entsprechend dokumentiert und bestätigt. Hierzu kann das ebenfalls als Download hinterlegte Begleitschreiben verwendet werden.

Einschätzung zur Gewährleistung des Kindeswohls im Rahmen der Verteilung von UMA

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Gesundheitsuntersuchungen von UMA, die in der Jugendhilfe untergebracht werden

UMA werden durch das örtlich zuständige Jugendamt gemäß § 42 Abs.1 S. 1 Nr. 3 SGB VIII in Obhut genommen. Wie bei erwachsenen Asylbewerbern beinhaltet die vorzunehmende Gesundheitsuntersuchung der UMA ein medizinisches „Kurzscreening“ und eine Untersuchung entsprechend § 62 AsylVfG.

In dem hier zur Verfügung gestellten Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege werden die Aufgaben und Zuständigkeiten im Rahmen der sicherzustellenden Gesundheitsuntersuchung festgelegt.

Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege

Merkblatt zum Verfahren bei Asylbewerbern aus Westafrika

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Orientierungsrahmen für Not- und Übergangslösungen bei der Unterbringung von UMA

Die massiv angestiegenen Zugangszahlen bei den UMA und die einhergehende dramatische Zuspitzung der Aufnahmesituation in einzelnen Jugendamtsbezirken erforderten 2015 die schnellstmögliche Schaffung zusätzlicher Unterbringungs- und Versorgungskapazitäten, die auf die besonderen Bedarfe dieser Zielgruppe ausgerichtet waren. Bis die gemeinsame Erarbeitung von Standards für UMA abgeschlossen und eine neue Vereinbarung des Landesjugendhilfeausschusses unter Beteiligung der Träger der freien Jugendhilfe, der Regierungen, der Jugendämter sowie des ZBFS-Bayerisches Landesjugendamt getroffen sind, gilt der hier beschriebene Orientierungsrahmen für die Organisation von Not- und Übergangslösungen zur Bewältigung von hohen Zugangszahlen unbegleiteter minderjähriger Ausländer.

Orientierungsrahmen als PDF herunterladen

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