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Pädagogische Begleitung

Pädagogische Begleitung und Bildungsarbeit

Das FSJ/ FÖJ ist ein soziales Bildungsjahr; die Durchführung ist deshalb innerhalb eines pädagogischen Gesamtrahmens zu gestalten. Während des FSJ werden die Freiwilligen pädagogisch begleitet.

Die pädagogische Begleitung hat vor allem das Ziel, die jungen Freiwilligen auf ihren Einsatz in einem neuen Erfahrungsraum vorzubereiten, ihnen zu helfen Eindrücke auszutauschen und Erfahrungen aufzuarbeiten. Drüber hinaus sollen durch die pädagogische Begleitung soziale und interkulturelle Erfahrungen vermittelt und das Verantwortungsbewusstsein der jungen Freiwilligen für das Gemeinwohl, insbesondere auch für einen nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt gestärkt werden.

Für die pädagogische Begleitung muss der Träger eine zentrale Stelle mit ausgebildetem pädagogischen oder sozialpädagogischen Personal bilden. Als Richtwert ist eine pädagogische Vollzeitkraft für jeweils 40 Teilnehmende vorzuhalten.

Ein Teil der pädagogischen Begleitung ist die fachliche Anleitung (Praxisanleitung) durch die Einsatzstelle. Die individuelle Betreuung der Freiwilligen (z.B. Einsatzstellenbesuche, Krisenintervention), ein weiterer Teil der pädagogischen Begleitung, wird von den Fachkräften der zentralen Stelle des Trägers mit Unterstützung durch die Einsatzstelle gewährleistet.

Ein weiterer wichtiger Teil der pädagogischen Begleitung, der durch die zentrale Stelle des Trägers sichergestellt wird, sind die Seminare.
Vorgeschrieben sind mindestens 25 Seminartage bezogen auf einen 12-monatigen Dienst, die als Arbeitszeit gelten. Die Teilnahme an den Seminaren ist Pflicht. Die Seminare sind den Teilnehmenden kostenlos anzubieten. Für die Aufteilung der Seminare schreibt der Gesetzgeber bei einem freiwilligen Dienst im Inland ein Einführungs-, ein Zwischen- und ein Abschlussseminar mit einer Mindestdauer von je 5 Tagen vor. Die verbleibenden 10 Seminartage können von den Trägern individuell geplant werden. Die Teilnehmenden wirken an der inhaltlichen Gestaltung und der Durchführung der Seminare aktiv mit.

Für einen Dienst im Ausland sind Bildungsmaßnahmen von fünf Wochen gesetzlich vorgeschrieben. Dabei sollen jeweils in der Bundesrepublik Deutschland vorbereitende Bildungsmaßnahmen von mindestens vierwöchiger Dauer und nachbereitende Bildungsmaßnahmen von mindestens einwöchiger Dauer stattfinden. Sofern der Träger die Möglichkeit hat, ein Zwischenseminar im Ausland sicherzustellen, das höchstens zwei Wochen dauern kann, verkürzen sich die vorbereitenden Seminare entsprechend. Ein ggf. erforderlicher Sprachkurs soll ebenfalls vor Beginn des Freiwilligen Dienstes im Ausland in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt werden.

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