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Prioritätsachsen des Programms

Das ESF Programm Bayern enthält drei materielle Prioritätsachsen, hinzu kommt die Prioritätsachse Technische Hilfe.

Prioritätsachse A berücksichtigt die Anliegen der Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Erwerbstätigen und Unternehmen. Es geht darum, gezielt für die Beschäftigten kleiner und mittlerer Unternehmen, für die Zukunftsfähigkeit zu wirken sowie die Innovation und damit das Zukunftspotenzial Bayerns zu stärken.

Der dominierende Handlungsschwerpunkt B wird mit 50 Prozent der Ressourcen bei der Verbesserung des Humankapitals und dort insbesondere bei Aktionen für Jugendliche liegen. Diese Thematik ist für Bayern aus heutiger Sicht am dringlichsten. Zudem kann erwartet werden, dass durch einen konzentrierten ESF-Mitteleinsatz wirksame Erfolge erzielt werden können.

In Prioritätsachse C sollen 30 Prozent des Gesamtbudgets für integrierende Aktionen von Langzeitarbeitslosen und Benachteiligten eingesetzt werden. Sie ergänzen nationale Maßnahmen insbesondere des SGB II. Sie unterstützen in der Zielsetzung die Integration dieser Personengruppen in den ersten Arbeitsmarkt.

A: Steigerung der Anpassungsfähigkeit

Prioritätsachse A zielt auf die Stärkung der Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Erwerbstätigen und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Es geht darum, gezielt für die Beschäftigten kleiner und mittlerer Unternehmen, für die Zukunftsfähigkeit von KMU zu wirken sowie die Innovation und damit das Zukunftspotenzial Bayerns zu stärken.
Steigerung der Anpassungsfähigkeit - Operative Ziele -
47,3 Millionen Euro

  1. Weiterbildung von Beschäftigten und Unterstützung bei der Anpassung (StMAS, 31,3 Millionen Euro):
    • Qualifizierung von Erwerbstätigen insb. in KMU
    • Soziales Outsourcing bei umfangreichen Insolvenzen
    • Anpassungsqualifizierung für hauswirtschaftliche Fach- und Führungskräfte (StMLF, davon 0,8 Millionen Euro)
  2. Weiterbildung von Beschäftigten in Wirtschaftsclustern und regionalen Medizinclustern (StMAS, 5,0 Millionen Euro)
  3. Coaching von Existenzgründern, Unternehmensnachfolgern (StMWIVT, 6,0 Millionen Euro):
    • Unternehmercoaching
    • Übernehmercoaching
  4. Modellprojekte und spezifische Maßnahmen der Verbesserung der Chancengleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf (StMAS, 5,0 Millionen Euro)

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B: Verbesserung des Humankapitals

Die Prioritätsachse B zielt auf die Verbesserung des Humankapitals. So werden Maßnahmen zur Vermeidung des Schulabbruchs ergriffen. Andererseits werden die Chancen für die Erlangung eines Abschlusses des Sekundarbereichs II (durch Schulabschluss und Lehre im dualen Berufsbildungssystem) erhöht. Fortgesetzt werden die Unterstützungsprozesse an der Stufe „Übergang Schule und Beruf“. Dies gilt für die Berufsfrühorientierung, die Erweiterung der Berufswahlkompetenz, die Berufsvorbereitung für nicht ausbildungs-/berufsbereite Jugendliche, die Hinführung an Berufsfertigkeiten und schließlich für Hilfen zur Erlangung eines Ausbildungsplatzes, die Festigung einer Berufsausbildung und die Sicherung der Ausbildungsbereitschaft. Einer stärker sozialpädagogisch angelegten Förderung bedürfen dagegen junge Menschen mit besonderen Benachteiligungen, um in das Arbeitsleben zu gelangen oder den Anschluss zu finden.

Es finden sich zudem Aktionen zur Vernetzung von Wissenschaft und Unternehmen, Aktionen zur Erhöhung von Nachhaltigkeit und Naturschutz sowie spezifische Aktionen zur Verringerung der geschlechtsspezifischen Segregation.
Verbesserung des Humankapitals - Operative Ziele -
152,7 Millionen Euro

  1. Verbesserung der Ausbildungs- und Berufsreife von Jugendlichen, Vermeidung von Schulabbruch (StMUK, 38,2 Millionen Euro):
    • Einrichtung von Praxisklassen an Hauptschulen
    • Berufsvorbereitungsjahr in Kooperation (BVJ/k)
    • Nachholung des Schulabschlusses
    • Qualifizierung im Übergang Schule/Beruf zur Berufsvorbereitung,
    • berufliche Orientierung und Einführung in die Arbeitswelt
  2. Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze (StMAS, 43,5 Millionen Euro):
    • "Fit for Work"
    • Ausbildungsplätze im Pflegebereich
  3. Sicherung der Ausbildungsbereitschaft im Handwerk (StMWIVT, 14,0 Millionen Euro):
    • Überbetriebliche Lehrunterweisung
  4. Unterstützung von besonders benachteiligten jungen Menschen zur sozialen Eingliederung in das Erwerbsleben (StMAS, 45,0 Millionen Euro):
    • Erwerb einer beruflichen Qualifizierung
    • Erwerb eines Schulabschlusses
    • Erwerb eines Ausbildungsabschlusses
  5. Wissenstransfer, Netzwerktätigkeiten zwischen Hochschulen und Unternehmen und Humanressourcen (StMWFK)
  6. Verankerung der Gebietsbetreuung sowie Vermittlung / Aufklärung in ökologisch wertvollen Gebieten durch Gebietsbetreuer (StMUGV, 3,0 Millionen Euro)
  7. Modellprojekte sowie Studien zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen, in zukunftsorientierten Berufen und zur Verringerung der geschlechtsspezifischen Segregation (StMAS, 4,0 Millionen Euro)

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C: Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung sowie der sozialen Eingliederung

Prioritätsachse C konzentriert sich auf die Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung und die soziale Eingliederung insbesondere von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt.

In den Gebieten Nord- und Ostbayerns soll dies verstärkt erfolgen, andererseits sollen diese Maßnahmen dazu beitragen, einen regionalen Mehrwert zu schaffen. Weitere Aufgaben bestehen in der Integration von Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen. Auch die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt soll verbessert werden.
Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung - Operative Ziele -
97,7 Millionen Euro

  1. Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen mit dem Ziel der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt, darunter spezifische Qualifizierung in den Grenzregionen (StMAS, 51,1 Millionen Euro)
  2. Qualifizierung und Stabilisierung von Menschen mit Behinderung und Menschen mit psychischen Erkrankungen (StMAS, 10,7 Millionen Euro)
  3. Spezifische Qualifizierungsmaßnahmen zur Integration von Migranten in den ersten Arbeitsmarkt:
    • (StMAS, 25,2 Millionen Euro) Erreichung der Sprachniveaustufe B1/2 des Allgemeinen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen und Erwerb beruflicher oder schulischer (Teil-)Qualifikationen
    • (StMUK, 0,56 Millionen Euro) Integration von Migrantinnen: Erreichung der Sprachniveaustufe A1 des Allgemeinen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen sowie Vermittlung persönlicher und sozialer Kompetenzen zur gesellschaftlichen Eingliederung ("Mama lernt Deutsch")
  4. Qualifizierung von langzeitarbeitslosen Frauen mit dem Ziel der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt (StMAS, 10,0 Millionen Euro)

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Tel. 089 1261-01
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