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Fit for Work für Geflüchtete

Förderungen für Ausbildungsbetriebe aus Landesmitteln

Mit „Fit for Work für Geflüchtete“ fördert die Bayerische Staatsregierung aus Landesmittel die betriebliche Ausbildung von jugendlichen Flüchtlingen, die einem besonderen Wettbewerb unterliegen. Die Ausbildungsinitiative "Fit for Work" ist Teil der "Allianz für starke Berufsbildung in Bayern. "

 

Wichtiger Hinweis:

Voraussetzung für eine Förderung durch „Fit for Work für Geflüchtete“ ist die Abgabe einer Absichtserklärung vor Abschluss des Ausbildungsvertrags sowie die Antragstellung auf Förderung innerhalb der genannten Frist.

 

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Die Förderung „Fit for Work für Geflüchtete“ aus Landesmitteln wendet sich unmittelbar an die Ausbildungsbetriebe. Antragsberechtigt sind:
Ausbildungsbetriebe (keine Beschränkung auf KMU), mit Sitz oder im Handelsregister eingetragener Niederlassung in Bayern,

  • die einen Ausbildungsvertrag für eine betriebliche (duale) Berufsausbildung
  • in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) abschließen.

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Welche Ausbildungsverhältnisse werden gefördert?

Mit „Fit for Work für Geflüchtete“ werden Ausbildungsverhältnisse mit jungen Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive und geduldeten Jugendlichen gefördert, deren Chancen auf dem Ausbildungsstellenmarkt durch persönliche, bildungsmäßige, sprachliche oder soziale Umstände verringert sind.
Zur Zielgruppe zählen laut folgenden Ziffern der Förderhinweise:

  1. Jugendliche, die die allgemeinbildende Schule ohne Abschluss verlassen haben; Schulentlassene aus einer Wirtschaftsschule sind den Schulentlassenen aus einer allgemeinbildenden Schule gleichgestellt.
  2. Jugendliche, die als Schülerin / Schüler einer Praxisklasse einer bayerischen Mittelschule die Schule verlassen haben.
  3. Jugendliche, die bereits im Vorjahr oder früher eine allgemeinbildende Schule verlassen haben, wenn bis zu Beginn der Ausbildung höchstens der erfolgreiche Abschluss einer Mittelschule erworben wurde (keine Förderung bei Erwerb von „Qualifizierender Abschluss der Mittelschule“ oder „mittlerer Schulabschluss an der Mittelschule“). Dazu zählen Jugendliche aus den Berufsintegrationsklassen der Berufsschulen (zweijähriges bayerisches Modell). Diese Jugendlichen haben eine kooperative oder vollzeitschulische Berufsintegrationsklasse (2. Jahr im zweijährigen Modell; ggf. auch eine Klasse im Modellprojekt Berufliches Übergangsjahr) abgeschlossen. Sie erwerben mit erfolgreichem Beenden den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule (ehemals „Hauptschulabschluss“ - vergl. § 45 Abs. 3 Satz 1 der Schulordnung für die Berufsschulen in Bayern (BSO)).
  4. Jugendliche, die eine berufliche Ausbildung in einem Teilzeitausbildungsverhältnis nach den Vorschriften des BBiG oder der HwO machen. Zur Zielgruppe zählt nicht, wer das Ausbildungsverhältnis in Teilzeit durchführt, weil zeitgleich mit der betrieblichen Ausbildung ein Studium absolviert oder eine Bildungseinrichtung besucht wird, die zu einem höherwertigen Bildungsabschluss führt.
  5. Jugendliche, die für die erfolgreiche Durchführung der Ausbildung auf ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) gem. § 75 SGB III angewiesen sind, wenn der Jugendliche spätestens sechs Monate nach Beginn der Ausbildung mit einem Maßnahmeträger eine Vereinbarung über abH geschlossen hat.
  6. Jugendliche, die für die erfolgreiche Durchführung der Ausbildung auf das Instrument der Assistierten Ausbildung (AsA) gem. § 130 SGB III angewiesen sind, wenn der Ausbildungsbertrieb spätestens zwölf Monate nach Beginn der Ausbildung einen Kooperationsvertrag mit dem Maßnahmeträger und dem daran teilnehmenden Jugendlichen für die ausbildungsbegleitende Phase abgeschlossen hat

Zur Zielgruppe der Förderung „Fit for Work für Geflüchtete“ zählen junge Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive, sowie jungen Menschen die sich als Geduldete in Bayern aufhalten, wenn sie zum Zeitpunkt des im Ausbildungsvertrag vereinbarten Ausbildungsbeginns diesem Personenkreis angehören. Eine Änderung des Rechts zum Aufenthalt nach Ausbildungsbeginn bleibt unberücksichtigt.

Altersgrenze: Gefördert werden junge Menschen, die am Tag des Beginns der Berufsausbildung das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

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Wird mit „Fit for Work für Geflüchtete“ die Ausbildung von allen Flüchtlingen gefördert?

Gefördert werden kann die Ausbildung von jungen Menschen, wenn und soweit die Anspruchsvoraussetzungen der Förderhinweise nachgewiesen sind und sie zum Zeitpunkt des im Ausbildungsvertrag vereinbarten Ausbildungsbeginns folgendem Personenkreis angehören:

  • Junge Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive. Das sind Menschen aus den Herkunftsländern Eritrea, Irak, Iran, Syrien und Somalia. Weitere Informationen hierzu auf der Internetseite des BAMF.
  • Junge Menschen die sich als Geduldete in Bayern aufhalten.

Für geflüchtete Jugendliche mit Aufenthaltserlaubnis („anerkannte Asylbewerber“) ist nach den Förderhinweisen „Fit for Work-Chance Ausbildung“ eine Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds möglich. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen.

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Was wird gefördert?

Gefördert werden die Kosten der vom Betrieb geschuldeten Ausbildungsvergütung.

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Wie hoch ist die Förderung und sind weitere Voraussetzungen zu beachten?

Der Ausbildungsbetrieb kann einen Zuschuss in Höhe von maximal 4.400 Euro erhalten für eine Ausbildungszeit von maximal 22 Monaten. Bei kürzeren Ausbildungszeiten verringert sich die Zuwendung entsprechend. Die weiteren Fördervoraussetzungen sind in den Förderhinweisen geregelt.

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Welche Fristen habe ich als ausbildender Betrieb zu beachten?

Absichtserklärung vor Abschluss des Ausbildungsvertrages:

Beabsichtigt ein ausbildendes Unternehmen einen Auszubildenden einzustellen, hat der Betrieb seinen Förderbedarf für das jeweilige Ausbildungsjahr vor Abschluss des Ausbildungsvertrages gegenüber der Bewilligungsbehörde, dem ZBFS, Hegelstr. 2, 95447 Bayreuth, formlos zu erklären. Die Erklärung sollte elektronisch unter der E-Mail-Adresse ffw-gefluechtete@zbfs.bayern.de erfolgen.

Übergangsregelung: Eine Absichtserklärung vor Abschluss des Ausbildungsvertrages ist für Ausbildungsverhältnisse, die zum 30.12.2016 (Veröffentlichung der Förderhinweise auf dieser Internetseite) bereits abgeschlossen wurden oder innerhalb von drei Monaten nach Veröffentlichung der Förderhinweise abgeschlossen werden nicht erforderlich. (Siehe Ziffer 6.3.3 der Förderhinweise)

Antragsfrist für den Förderantrag:

  • Der Förderantrag muss bis spätestens drei Monate nach dem im Berufsausbildungsvertrag genannten Beginn der Ausbildung bei der Bewilligungsbehörde, Zentrum Bayern Familie und Soziales, Hegelstraße 2, 95447 Bayreuth, eingehen.
  • Bei Jugendlichen, die mit abH oder AsA unterstützt werden – vergl. obenstehende Ziffer 4.2.5 und 4.2.6 – muss der Förderantrag spätestens drei Monate nach Abschluss des jeweiligen Vertrags bei der Bewilligungsbehörde eingehen.

Übergangsregelung: Für Ausbildungsverhältnisse, die in dem Zeitraum vom 1. August 2016 bis zum 30.12.2016 (Veröffentlichung der Förderhinweise auf dieser Internetseite) begonnen haben, kann der Förderantrag noch innerhalb von drei Monaten nach dieser Veröffentlichung gestellt werden. (Siehe Ziffer 6.3.3 der Förderhinweise)

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Sie möchten eine Absichtserklärung abgeben?

Die Absichtserklärung ist vor Abschluss des Ausbildungsvertrages gegenüber der Bewilligungsbehörde, dem ZBFS, Hegelstr. 2, 95447 Bayreuth, formlos zu erklären. Die Erklärung sollte elektronisch unter der E-Mail-Adresse ffw-gefluechtete@zbfs.bayern.de erfolgen.

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Sie möchten einen Förderantrag stellen?

Der Antrag ist schriftlich und unterschrieben per Post an das Zentrum Bayern Familie und Soziales zu senden.

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Haben Sie noch Fragen?

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Bewilligungsbehörde:

Zentrum Bayern Familie und Soziales
Hegelstraße 2
95447 Bayreuth
Tel.: 0921 605-3388
E-Mail: ffw-gefluechtete@zbfs.bayern.de

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Downloads

Förderhinweise „Fit for Work für Geflüchtete" (PDF)

Antragsformular „Fit für Work für Geflüchtete“ (PDF)

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